Montag, 21. Juli 2014

Smartwatch: K2 "Kingelon K2"

Kingelon K2 SWatch



Wearables und speziell Smartwatches sind der neue Hype! Während die gesamte Techblogszene sich um die Samsung, HTC, und die Apple-Watch kümmert, möchte ich mir anschauen was die Chinesen so auf die Beine gestellt haben.





Galaxy Gear V700

Dazu habe ich mir die K2 Smarwatch angeschaut, die äusserlich ein schamloses Plagiat der Samsung Galaxy Gear ist.

Während allerdings die Galaxy Gear nur mit Samsung Smartphone zusammenarbeitet und preislich bei immer noch stolzen 130-150€ rangiert, ist die K2 mit unter 70€ (Beispiel pandawill.com) günstiger.

Technische Daten der K2 Swatch:
MediaTek 6572 DualCore Prozessor mit 1,2GHz Taktung.
GPU: Mali-400
RAM: 512MB
OS: ca 4GB
Verfügbar: 1,2 GB
Batterie: 300-400mAH (Serienstreuung)
Auflösung: 240x240 pixel
Konnektivität: WLAN b/g/n, Bluetooth, GPS, FM Radio (keine interne Antenne!)
Kamera: 0,3MPx
Sonstiges: Mikro und Lautsprecher (kann als Freisprecheinrichtung benutzt werden), starker Vibrationsalarm.

 Das Display ist selbst in der Sonne gut lesbar, die Auflösung ist für ein 1,54" Display ausreichend, selbst Schrift ist gut zu erkennen. Die Farben sind brilliant. Nachts ist das Display ein wenig grell, dies kann aber durch Reduzierung der Bildschirmhelligkeit behoben werden.

GPS funktioniert gut, auch der WLAN-Chip funktioniert trotz des metallischen Obergehäuses sehr zufriedenstellend.

Das Display hat 2-Point-Multitouch, mehr als 2 Finger bekommt man wohl auch nicht auf 1,54" platziert. Der Touchscreen ist präzise, die Standard-Android Tastatur kann mit erstaunlicher Präzision genutzt werden. Im Dauergebrauch empfiehlt sich allerdings eine Spezialtastatur wie Minuum o.Ä.

Funktionen: Zunächst ist die Smartwatch eine Smartwatch wie sie Sony mit der LiveView und später mit den Smartwatches MN2 bzw. SW2 vorgeführt hat: Notifications gehen auf die Uhr und werden dort angezeigt. Die dazu notwendige App bringt die Uhr selber mit (nicht im Playstore!), sie wird per Bluetooth übertragen. Dies funktionierte beim Pairing automatisch, der Setup-Wizard macht das alles in Sekunden.

Weiterhin hat die Smartwatch einen Dialer, mit dem Anrufe aufgebaut werden können. Anrufe können auch an der Uhr signalisiert und angenommen werden. Die Uhr hat 2 Betriebsmodi: Also Smartphone-Slave (Signalisierung und bedingt remote Funktionen) oder als Bluetooth Handsfree bei dem über die Uhr sogar telefoniert werden kann. Lautsprecher ist im Verschluss, das Mikro an der linken unteren Seite. Die Verbindung ist gut, allerdings ein wenig leise.

Es verwundert warum der Lautsprecher beim Telefonieren so leise ist, Klingeltöne und Notifications werden mit für ein so kleines Gerät beinahe unwahrscheinlichen Lautstärke abgespielt. Hier müsste der Hersteller nachbessern.

Pedometerfunktion, Wecker, Timer, Kalender, Kompass usw. machen die Smartwatchfunktion komplett. Dabei allerdings bleibt es nicht: Dank Android 4.2 hat man auch einen Browser. Verbindung wird per WLAN aufgebaut und schon hat man ein "Mikro-Tablet".

Freie App-Stores wie F-Droid, SlideMe oder GetJar kann man Out-of-the-Box nutzen. Wer Google-Apps benötigt wird schnell fündig: root (in unter 20 Sekunden), danach GAPPS einspielen, reboot und schon hat man Gmail, Google Maps, Hangouts...

Das einzige Limit der K2 ist der nicht erweiterbare Speicher und das winzige Display mit 1,54". Allerdings habe ich mit Erfolg eine OpenStreetMap-Navigation installiert und mir die für mich interessanten Offline-Karten geladen.

Praxisbetrieb:

Eine Smartwatch ist vor allem sinnvoll um den Akku des Handys zu schonen. Denn immer wenn der Bildschirm meine Xperia Z Ultra eingeschaltet wird, versetze ich dem (leider zu leistungsschwachen) Akku einen Stoss. Dank Smartwatch kann ich einstellen welche Notifications ich sehen möchte und muss dazu das Handy nicht in die Hand nehmen. Die Akku-Ersparnis ist enorm! Man glaubt gar nicht wie oft man auf das Handy schaut...

Die Google Apps erwiesen sich als wahre Akku-Vernichter auf der Smartwatch. Man kommt gerade so über den Tag und dieser sollte sich bloss nicht in die Länge ziehen. Das Gute: Kein proprietärer "Anschluss-Müll" wie aktuell bei Samsung, LG oder Sony - Die K2 wird über Standard Micro-USB aufgeladen.

Bereits am 2. Tag habe ich die Google Apps mittels Titanium Backup eingefroren. WLAN aktivierte ich nur bei Bedarf (blog.fefe.de vom Sofa aus checken ohne das Handy holen zu müssen), 2-3 Testanrufe per Bluetooth und aktivierte Notifications, ein paar Fotos mit den Kamera (wirklich nur Schnappschüsse, das Teil taugt nicht wirklich!) gemacht und den Timer zum Pastakochen aktiviert. Pedometer lief und erfasste knapp 11 Kilometer und irgendwas mit knapp 13.000 Schritten.
Am Ende des Tages waren noch 79% des Akkus übrig. In diesem Betriebsmodus kann man also durchaus 2-3 Tage locker über die Runden kommen.

Die Uhr selber trägt sich gut, fühlt sich erstaunlich wertig an (anders als die Sony Smartwatch MN2, die sich bei vielen Käufern innerhalb von 2-4 Wochen in Plastikschrott verwandelt), ist allerdings nicht wasserdicht oder spritzwassergeschützt. Es gilt also: Vorsicht beim Waschen der Hände und im Regen!

Fazit:
So geht Smartwatch! Ich muss mit meiner K2 nicht sprechen (könnte es aber: Google Now ist nur einen Klick entfernt), meine Smartwatch soll mir Notifications anzeigen, mein Smartphone ergänzen und mir auf einen Blick wichtige Informationen liefern, ohne dass ich mein Handy hervorziehen muss.
Das alles kann die K2 ohne mit der Wimper zu zucken. Google Apps und Play Store sind kein Muss, aber sicher ein nice-to-have, auf die Kamera kann ich verzichten, da habe ich andere Möglichkeiten.
Qualitativ stellt die K2 zumindest die mir bekannte LiveView sowie die MN2 von Sony in den Schatten. Beide Sony-Watches sind Plastikbomber mit sehr bruchanfälligen Stellen. Die K2 hat ein rebustes Kunstoffgehäuse auf der Unterseite, ein Metallgehäuse auf der Oberseite und ein Silikonarmand (antiallergisch, nicht abfärbend, sauber verarbeitet) welches für Handgelenke mit bis zu 19,5cm Umfang geeignet ist.

Wer Gadgets mag und mit einer Smartwatch liebäugelt: Zuschlagen!



Pandawill.com aktuell knapp 70€
Hongkongeek.com aktuell knapp 70€
Amazon.de unverschämte 119€
(Stand 21.7.2014)


VPN: Provider und App-Test - Privateinternetaccess.com

Es kann immer mal wieder angebracht sein den eigenen Internet-Traffic über ein VPN zu leiten.
Was ein VPN ist und wie VPN funktioniert lasse ich an der Stelle mal die Wikipedia erklären.

Sinnvoll ist VPN vor allem, wenn man sich in einem offenen WLAN (Hotspot) befindet, wenn man aufgrund von Geoblocking bestimmte Dienste oder Webseiten nicht nutzen kann (Hulu, Netflix, Ländersperren in Youtube, etc), wenn der eigene Provider  bestimmte Dienste blockiert (VoIP im Mobilfunk zum Beispiel) oder wenn man ein wenig Anonymität beim Browsen benötigt.

Heute im Test:


Server in 10 Ländern: USA, Canada, UK, Schweiz, Niederlande, Schweden, Frankreich, Deutschland, Rumänien, Hong Kong.


Protokolle: L2TP, PPTP, OpenVPN

Getestet mit: Android 4.2, Android 4.4.2, Android 4.1, Android 4.4.4 und ElementaryOS Luna (auf Ubuntu basierend).

Kosten: $39,95 im Jahr, man kann zeitgleich 5 Clients betreiben, Traffic ist unbegrenzt, einige Server unterstützen Portforwarding für eingehenden Traffic. Alternativ: $6,95 im Monat.
Das Halbjahresangebot ist Schwachsinn denn $35,95 ist preislich kein fühlbarer Unterschied zu $39,95.

Anmeldung klappt sofort, einrichten am PC per PPTP bzw. L2TP ist kein Problem. Wer seinen Traffic nicht nur tunneln sondern auch verschlüsseln möchte mus OpenVPN einsetzen. Auch dies ist bei allen Ubuntu-basierten Distributionen einfach einzurichten, die Webseite des Anbieters bietet Tutorials für alle gängige Betriebssysteme (und einige Router!) an.

Auch auf den Android Smartphones/Tablets liess sich die Verbindung per PPTP problemlos einrichten. Wer hier OpenVPN nutzen möchte kann dies mithilfe der OpenVPN-App tun, oder die eigene App von Privateinternetaccess nutzen, die erheblich komfortabler ist und es erlaubt manuell/automatisch einen Serverwechsel durchzuführen.

Die App lässt sich auch so einstellen, dass nach einem Reboot bzw. beim Starten der App der VPN Tunner automatisch aufbaut. Dies funktioniert nur teilweise, denn alle gestesten Android-Versionen fragten nach, ob der App auch wirklich vertraut wird. Die Anwort lässt sich nicht per Default speichern, also muss nach jedem Reboot zumindest bestätigt werden, dass man der App noch vertraut.

Die App ist nüchtern gehalten aber recht selbsterklärend,  es kam zu keinem Absturz der App, es konnten keine gravierenden Bugs festgestellt werden.

Der VPN-Dienst selber ist performant, sowohl Latenz als Geschwindigkeit (Up-/Downlink) sind hervorragend und eignen sich auch für Echtzeitprotokolle (Video, Audio, VoIP).

Der Anbieter hat auf seiner Seite einen Support-Chat, die Mitarbeiter sind freundlich, gut informiert und hilfsbereit.

Datenschutz/Anonymität:

Der Anbieter sitzt in den USA, daher ist zunächst immer Vorsicht geboten wenn man mit hochriskanten Informationen umgeht (dann sollte man US-Firmen wohl eher meiden). Allerdings werden keine Verbindungsdaten gespeichert. Für "Otto-Normal-Verbraucher" der geoblocking umgehen möchte und sicherer in Hotspots unterwegs sein möchte ist Privateinternetaccess durchaus eine denkbare Alternative.

Ich hab's getestet:

Funktioniert. 
Ja, so kurz und knapp kann man es schreiben. der Dienst läuft auf 3 Android Geräten und 1 Notebook. Demnächst wird ein Router dazukommen.
Die Einrichtung der App kann von wirklich jedem vorgenommen werden, die Anleitungen sind gut und sehr einfach gehalten, wer doch nicht weiterkommt kann sich schnelle und kompetente Hilfe per Support-Chat oder Ticket holen.
Für Windows gibt es wohl eine eigene Software, Linux und Mac-User können sich auf die guten Tutorials verlassen.

Reboot

Lange ist hier im Blog nichts mehr passiert - andere Dinge waren interessanter, die Lust zu schreiben war gering und wenn es mich doch mal gereizt hätte... dann ging das schneller vorbei als ich am PC oder Tablet war um einen Beitrag zu verfassen.

Allerdings es ist jetzt wirklich Zeit hier wieder mehr zu veröffentlichen. Bei dieser Gelegenheit wird sich der Fokus ein wenig mehr auf Technologie und Apps richten (an dieser Stelle stöhnt der Leser: Oh NEIN! Nicht noch ein Tech-Blog!), allerdings werde ich mir Apps, Services, Gadgets usw vornehmen, die abseits des Mainstreams sind, denn Mainstream-Techblogs die die selben Pseudo-News und Reviews verbreiten gibt es genug.

Hier wird es also wenig bis nichts von Samsung, Sony, HTC und Co geben... aber lasst Euch überraschen!