Sonntag, 7. September 2014

Im Test: Foxconn InFocus M310

EDIT: Für dieses Phone konnte ich mit Pandawill.com einen Rabatt von $10 für Foren-User aushandeln: Coupon-Code FOXPW10 gültig bis 15.09.2014


Foxconn sollte jedem Gadget-Liebhaber als Auftragshersteller ein Begriff sein. Egal ob Acer, Apple, Dell, HP oder Nintendo so ziemlich alle grossen Namen in der Technologieszene nutzen die Fertigungskapazitäten von Foxconn auf die eine oder andere Weise.

Also steckt oft Foxconn in allerlei Geräten mancher Markenhersteller. Aber kann Foxconn auch Eigenleistung erbringen? Das habe ich mir anhand des Low-Budget-Smartphones InFocus M310 mal genauer angesehen:

Beginnen wir, wie immer, mit den technischen Grunddaten:
der 5-Punkt Touchscreen besteht aus Corning Gorilla Glass III, das Displaypanel ist ein IPS "ultra clear" mit "wide angle view" und 320ppi. Das kann ich nur bestätigen. Das Panel ist wirklich hell, absolut tageslichttauglich und kann auch aus wirklich absurden Blickwinkeln noch gut erfasst werden. Die Farben sind brilliant, die Darstellung gestochen scharf, das Display ist alles andere als träge und macht wirklich Spass. Auf 4,7" werden 720x1184px als Auflösung erreicht. Sieht gut aus!

Der SOC hat folgende Ausstattung: Als CPU fungiert ein ARM Cortex A7 - MediaTek 6589T also die Turbo-Version des 6589.
Zur Ausstattung gehört ausserdem 1GB RAM und eine PowerVR SGX 544MP GPU.

Weiter mit dem Speicher: 4GB interner Speicher (Apps), erweiterbar durch microSD auf mindestens 32GB. Apps2SD ist einstellbar, so dass man auf keine "Essential-Apps" verzichten muss.

Das M310 ist ein DualSim/DualStandBy-Phone, eine SIM-Karte kann 3-3,5G(HSDPA), während die 2. SIM-Karte im 2G/GSM funkt.

2G: GSM 900/1800/1900MHz3G: WCDMA 900/2100MHz

Betriebssystem: Android 4.2.2 ist installiert, OTAs sind möglich und soll es wohl auch geben. Die installierte Android Version ist bereits gerooted und erlaubt das De-Bloating einiger vorinstallierter Apps für Nutzer aus China, die in Europa wohl weniger populär sein werden. Bis auf den Launcher und ein wenig eigenes Eyecandy ist Android hier sehr "vanilla", so habe ich das gerne! Der Performance des Smartphones tut das auf jeden Fall sehr gut, wie wir gleich sehen werden.















Im Benchmark mit Antutu lassen sich zwischen 16000 und 17000 Punkten erreichen, was für ein Budget-Phone ein respektabler Wert ist. Aber Benchmarks sind ja nicht alles und mir geht es vor allem um eines: Ist das Telefon im Alltag fix, laggt es irgendwo, hängt es sich auf oder verschluckt es sich an einer App? All dies sagt uns kein Benchmark, aber der Praxistest!



In den doch sehr kompakten Gerät steckt ein 2350mAh Akku, der mich locker und ohne Not über den Tag bringt. Respekt! Schon wieder ein "Chinese" der in Sachen Akku jeden Markenhersteller mühelos deklassiert. Meine Samsungs kamen nie über 8-10 Stunden um mich dann komplett hängenzulassen. Mit dem M310 komme ich über den ganzen Arbeitstag und kann danach die verbliebenen 40-50% Akku nutzen um Nachrichten zu lesen, Youtube-Videos zu schauen, Musik zu hören oder Plague Inc. zu spielen. Energiemanagement dieser Art hätte ich bei meinen Galaxy Notes von Samsung und bei meinem Xperia Z Ultra auch gerne gehabt.

304g Gewicht merkt man nicht. Ich sowieso nicht, denn normalerweise trage ich einen Kompakt-Ziegelstein mit mir rum (besagtes Xperia Z Ultra). Ein Smartphone welches wieder in die Hemdtasche passt und dort weder durch Gewicht noch Ausmasse (150x82x55mm) auffällt ist für mich ungewohnt.

Gleich beim Auspacken des Gerätes fällt auf: Die Verarbeitung ist erstklassig. Das Gehäuse ist aus mattiertem Kunststoff, die Rückseite besteht aus einem Kunststoff in Lederoptik (mit Naht!). Hier knarzt nichts, es wackelt nichts und es gibt keine seltsamen Spalten, Klebereste oder sonst etwas was man von einem "Billigheimer" erwarten könnten. Statt dessen ein wenig abgerundetes Retro-Design, dezentes, mattes Schwarz bis auf die Seitenteile die leicht rötlich-gold gehalten sind. Erinnert mich an Designs von Braun ist aber angenehm anzusehen und trägt nicht auf.  Wem die schwarze Version nicht gefällt und es etwas moderner mag: Es gibt das M310 auch in violett.

Telefonieren kann man mit dem Smartphone logischweise auch. Der Empfang ist gut, Ton ist klar, Lautsprecher lässt sich gut am Ohr positionieren. Gesprächsteilnehmer waren mit dem Mikrofon zufrieden, Telefongespräche lassen sich auch bei Nebengeräuschen gut führen. Der eingebaute Lautsprecher hat einen erstaunlichen Bass und klingt sowohl bei Sprache als auch bei Musik gut. Angenehm: die Lautstärke ist für ein so kleines Gerät wirklich beachtlich.


Der GPS Empfang ist ja sonst bei MediaTek Geräten eher mittelmässig. Nicht beim InFocus M310 - Hier konnte innerhalb von 20 Sekunden auch innerhalb eines Gebäudes (Fensternähe) eine Lokalisierung erfolgen. Navigation funktioniert im Praxistest gut, der Lautsprecher ist während der Fahrt gut hörbar, das Display sowohl bei Tag als auch bei Nacht sehr gut lesbar.
Gestetet wurde mit Google Maps Navigation und einem Smart4Two.






Nach einer Woche Dauernutzung gebe ich hier also mein absolut persönliches Fazit:

Das Foxconn InFocus M310 ist ein tolles kleines Smartphone welches ein ideales Mittelklassegerät in der 4,7"-Klasse darstellt. Verarbeitung ist grossartig und meilenweit über dem was man für deutlich unter 100€ erwarten könnte. Das Gerät kann alles was es soll und liegt über allen gestellten Erwartungen. Für mich wird es wohl ein, häufig genutztes, Zweitgerät für die Fälle bei dem sich mein Phablet als unpraktisch oder zu gross erweisen würde.

Wer den 4,7"-Formfaktor mag oder ab und an sogar benötigt und mehr auf Praxisnutzen als auch Highend-Specs zählt, der liegt mit dem M310 absolut richtig - Verarbeitung, Features, Qualität und Preis zusammengezählt kommt auf folgendes Ergebnis: Kaufempfehlung!

Bei Pandawill kann das Smartphone aktuell versandkostenfrei für 119,99$ (ca 92€) bestellt werden.
Die Version in "Purple" gibt es für den gleichen Preis zu gleichen Konditionen hier.

Gesamtwertung:

5 von 5



Disclaimer:
Das Foxconn InFocus M310 wurde mir von pandawill.com für Tests und Reviews zur Verfügung gestellt.

Anhang: Testbilder Kamera




Sonntag, 10. August 2014

Teaser - Nächster Test

Demnächst im Test: Foxconn InFocus M310

Der Hersteller Eurer Lieblings-ApfelFons hat ein günstiges 4,7" Smartphone im Angebot. Hat man sich bei Apple bedient oder handelt es sich doch um solide Eigenleistung. Kaufempfehlung oder doch lieber einen Bogen um den skandalträchtigen Hersteller machen? Demnächst mehr...

Tablet: iFive mini 3GS mit MTK6592 Octacore

Tablets sind entweder wahnsinnig nützlich oder total überflüssig. Was davon zutrifft hängt tatsächlich von dem User ab und von dem Nutzen den man sich von einem Tablet verspricht.

Selber hatte ich schon Tablets mit 10,1" und mit 7". Beides hat entsprechende Vor- und auch Nachteile: Die eher kleinen Tablets sind als nahezu vollständiger Ersatz für einen PC nicht unbedingt geeignet, während bei den Tablets mit 10,1" die Mobilität ein wenig leidet: man mag es nicht immer mit sich herumschleppen und als eBook-Reader sind 10,1" defintiv zu viel.

Nun hatte ich mich die Möglichkeit mir von Pandawill.com das iFive mini 3GS anzuschauen.

7,9" Bildschirmdiagonale erinnert dann doch schon stark an die Firma mit den angebissenen Apfel, allein - dabei bleibt es nicht:

Die Rückseite ist aus gebürstetem Aluminium (naja: der grösste Teil der Rückseite) und vermittelt schon ein gewisses Apfel-Feeling, welches durch den orginellen Namen "iFive 3GS mini" noch bestärkt wird. Hier will der Hersteller wohl auf dem Bekanntheitsgrad der Firma aus Cupertino Trittbrett fahren. Hat man das wirklich nötig? Wir werden sehen....

Die Anspielungen hören auch nicht beim Namen auf, denn natürlich hat man ein "Retina-Display" verbaut. Naja, die Behauptung haben wir schon mehrfach gehört.

Zu den Technischen Daten:

Die CPU ist der gut bekannte MediaTek MTK6592 Octacore, der auch bei den ZOPO-Flagship-Smartphones gute Dienste leistet. Solider Prozessor der in der oberen Liga spielt. Keine Überraschung: Auch hier leistet der Prozessor gute Arbeit, das Tablet funktioniert auch unter Last flüssig und ohne zu stocken.

2GB RAM und 16GB interner Speicher sind eine altbekannte Grundaustattung die man aktuell so ziemlich bei jedem Modell bekommt. Erfreulich: Apps lassen sich auf die microSD (32Gb konnte ist testen) installieren. 

GPU ist eine Mali 450, auch hier ist die Leistung bekannt. Aktuelle Spiele aus dem Playstore laufen flüssig und ohne bemerkbare Performanceeinbrüche.

Das Tablet funktioniert auch als Smartphone: 3G (HSDPA) dank einer MicroSIM ist an Bord. Sprachverbindungen waren gut, der Empfang ist gut. Sehr gut funktioniert der GPS-Empfang: selbst im Haus konnten 11 Satelliten angemessen werden. Insgesamt ist die Connectivity für einen günstigen Chinesen sehr gut: 3G Datenverbindung war stabil und schnell mit gutem Empfang im Vergleich zu Markengeräten, WLAN funktioniert für ein Budget-Tablet sehr gut, auch der verbaute Bluetooth-Chip funktionierte einwandfrei mit 2 Jabra Headsets und meiner Smartwatch.

Der Akku wird mit 4050mAh angegeben: Dies kann ich nachvollziehen, ca 10-11 Stunden Durchhaltevermögen mit Surfen, 2 Folgen Farscape (90 Minuten Video), Podcasts, Twitter, Email sowie 5 Testanrufe mit bis zu 4 Minuten Gesprächszeit. Der Akku ist noch neu und hatte demzufolge noch nicht genug Ladezyklen um endgültig zu urteilen, aber man kommt mit dem Tablet über den Tag.

Das Display ist das hervorstechendste Merkmal dieses Tablets: 10 Point Multitouch ist bei Billig-Tablets eher nicht zu finden, hier schon. 2048x1536 Auflösung hätte ich nicht erwartet. Bei einer Pixeldichte von 327ppi sind mit meinen Augen keine Einzelpixel mehr auszumachen.

Die Displaybeleuchtung ist gleichmässig und gut, das IPS-Panel ist tageslichttauglich. Das Panel ist präzie verbaut, auch im Dunkeln gibt es kein störendes "Licht-Leaking" an den Rändern. Die Farben wirken authentisch und ausgeglichen. Sehr angenehm für Filme aber auch als Reader!

Der Touchscreen reagiert prompt und präzise. Allerdings hatte ich kleinere Probleme wenn das Gerät am Strom hing - hier kam es zu Phantom-Touches. Dieser Effekt tritt aber hier sogar beim Sony Xperia Z Ultra auf, daher gehe ich von einem "Brummen" auf der Leitung aus, welches sich negativ auf Touschscreens auswirkt.

Das Gerät hat grundsätzlich eine wertige Haptik. Gebürstetes Aluminium, gute Gewichtsverteilung, nicht zu schwer oder zu leicht, sehr schmale Bauweise mit einer Gesamtdicke von 6,5mm und einer Randdicke von gerade einmal 3,5mm.

Allerdings gibt es da einen Negativpunkt: Die Plastikteile der Geräterückseite sind aus Standard-Kunststoff der sich wie Joghurtbecher anfühlt. Das geht besser.

Softwareseitig ist aktuell Android 4.4.2 an Board. Bis auf den Launcher haben wir Stock-Android mit ein wenig China-Software (Tastatur, Browser, eigener Market und ein paar Tools). Erfreulicherweise lassen sich diese Apps deaktivieren und stören nicht.

Kommen wir also zum schonunglosen sowie voll und ganz subjektiven Fazit:

Mal ganz ehrlich... 150€ versandfrei und da wollt ihr irgendetwas negatives hören? Nein! ;)
Das Teil funktioniert. Das Display ist super, der Lautsprecher tut was er soll und ist sogar wahrnehmbar, was bei einem Tablet dieser Grösse für mir ein Novum ist (Hallo Samsung!) WLAN funktioniert ganz hervorragend, mit einer SIM wird daraus ein wirklich brauchbares Mobil-Tablet, dank Apps2SD (danke iFive!!!) sind 16GB mehr als ausreichend. 2GB RAM ist aktuell state-of-the-art und ein 10-point-Multitouchscreen ist das Sahnehäubchen obendrauf.

Wer ein gut-günstiges Tablet für sich selbst, Frau, Freund oder als Geschenk braucht: Kaufen! Hier gibt es nichts zu bemängeln.

Bei Pandawill aktuell versandkostenfrei für 199,49$ (ca 150€). 

Gesamtwertung:

4 von 5



Anhang: Testbilder Kamera




Montag, 21. Juli 2014

Smartwatch: K2 "Kingelon K2"

Kingelon K2 SWatch



Wearables und speziell Smartwatches sind der neue Hype! Während die gesamte Techblogszene sich um die Samsung, HTC, und die Apple-Watch kümmert, möchte ich mir anschauen was die Chinesen so auf die Beine gestellt haben.





Galaxy Gear V700

Dazu habe ich mir die K2 Smarwatch angeschaut, die äusserlich ein schamloses Plagiat der Samsung Galaxy Gear ist.

Während allerdings die Galaxy Gear nur mit Samsung Smartphone zusammenarbeitet und preislich bei immer noch stolzen 130-150€ rangiert, ist die K2 mit unter 70€ (Beispiel pandawill.com) günstiger.

Technische Daten der K2 Swatch:
MediaTek 6572 DualCore Prozessor mit 1,2GHz Taktung.
GPU: Mali-400
RAM: 512MB
OS: ca 4GB
Verfügbar: 1,2 GB
Batterie: 300-400mAH (Serienstreuung)
Auflösung: 240x240 pixel
Konnektivität: WLAN b/g/n, Bluetooth, GPS, FM Radio (keine interne Antenne!)
Kamera: 0,3MPx
Sonstiges: Mikro und Lautsprecher (kann als Freisprecheinrichtung benutzt werden), starker Vibrationsalarm.

 Das Display ist selbst in der Sonne gut lesbar, die Auflösung ist für ein 1,54" Display ausreichend, selbst Schrift ist gut zu erkennen. Die Farben sind brilliant. Nachts ist das Display ein wenig grell, dies kann aber durch Reduzierung der Bildschirmhelligkeit behoben werden.

GPS funktioniert gut, auch der WLAN-Chip funktioniert trotz des metallischen Obergehäuses sehr zufriedenstellend.

Das Display hat 2-Point-Multitouch, mehr als 2 Finger bekommt man wohl auch nicht auf 1,54" platziert. Der Touchscreen ist präzise, die Standard-Android Tastatur kann mit erstaunlicher Präzision genutzt werden. Im Dauergebrauch empfiehlt sich allerdings eine Spezialtastatur wie Minuum o.Ä.

Funktionen: Zunächst ist die Smartwatch eine Smartwatch wie sie Sony mit der LiveView und später mit den Smartwatches MN2 bzw. SW2 vorgeführt hat: Notifications gehen auf die Uhr und werden dort angezeigt. Die dazu notwendige App bringt die Uhr selber mit (nicht im Playstore!), sie wird per Bluetooth übertragen. Dies funktionierte beim Pairing automatisch, der Setup-Wizard macht das alles in Sekunden.

Weiterhin hat die Smartwatch einen Dialer, mit dem Anrufe aufgebaut werden können. Anrufe können auch an der Uhr signalisiert und angenommen werden. Die Uhr hat 2 Betriebsmodi: Also Smartphone-Slave (Signalisierung und bedingt remote Funktionen) oder als Bluetooth Handsfree bei dem über die Uhr sogar telefoniert werden kann. Lautsprecher ist im Verschluss, das Mikro an der linken unteren Seite. Die Verbindung ist gut, allerdings ein wenig leise.

Es verwundert warum der Lautsprecher beim Telefonieren so leise ist, Klingeltöne und Notifications werden mit für ein so kleines Gerät beinahe unwahrscheinlichen Lautstärke abgespielt. Hier müsste der Hersteller nachbessern.

Pedometerfunktion, Wecker, Timer, Kalender, Kompass usw. machen die Smartwatchfunktion komplett. Dabei allerdings bleibt es nicht: Dank Android 4.2 hat man auch einen Browser. Verbindung wird per WLAN aufgebaut und schon hat man ein "Mikro-Tablet".

Freie App-Stores wie F-Droid, SlideMe oder GetJar kann man Out-of-the-Box nutzen. Wer Google-Apps benötigt wird schnell fündig: root (in unter 20 Sekunden), danach GAPPS einspielen, reboot und schon hat man Gmail, Google Maps, Hangouts...

Das einzige Limit der K2 ist der nicht erweiterbare Speicher und das winzige Display mit 1,54". Allerdings habe ich mit Erfolg eine OpenStreetMap-Navigation installiert und mir die für mich interessanten Offline-Karten geladen.

Praxisbetrieb:

Eine Smartwatch ist vor allem sinnvoll um den Akku des Handys zu schonen. Denn immer wenn der Bildschirm meine Xperia Z Ultra eingeschaltet wird, versetze ich dem (leider zu leistungsschwachen) Akku einen Stoss. Dank Smartwatch kann ich einstellen welche Notifications ich sehen möchte und muss dazu das Handy nicht in die Hand nehmen. Die Akku-Ersparnis ist enorm! Man glaubt gar nicht wie oft man auf das Handy schaut...

Die Google Apps erwiesen sich als wahre Akku-Vernichter auf der Smartwatch. Man kommt gerade so über den Tag und dieser sollte sich bloss nicht in die Länge ziehen. Das Gute: Kein proprietärer "Anschluss-Müll" wie aktuell bei Samsung, LG oder Sony - Die K2 wird über Standard Micro-USB aufgeladen.

Bereits am 2. Tag habe ich die Google Apps mittels Titanium Backup eingefroren. WLAN aktivierte ich nur bei Bedarf (blog.fefe.de vom Sofa aus checken ohne das Handy holen zu müssen), 2-3 Testanrufe per Bluetooth und aktivierte Notifications, ein paar Fotos mit den Kamera (wirklich nur Schnappschüsse, das Teil taugt nicht wirklich!) gemacht und den Timer zum Pastakochen aktiviert. Pedometer lief und erfasste knapp 11 Kilometer und irgendwas mit knapp 13.000 Schritten.
Am Ende des Tages waren noch 79% des Akkus übrig. In diesem Betriebsmodus kann man also durchaus 2-3 Tage locker über die Runden kommen.

Die Uhr selber trägt sich gut, fühlt sich erstaunlich wertig an (anders als die Sony Smartwatch MN2, die sich bei vielen Käufern innerhalb von 2-4 Wochen in Plastikschrott verwandelt), ist allerdings nicht wasserdicht oder spritzwassergeschützt. Es gilt also: Vorsicht beim Waschen der Hände und im Regen!

Fazit:
So geht Smartwatch! Ich muss mit meiner K2 nicht sprechen (könnte es aber: Google Now ist nur einen Klick entfernt), meine Smartwatch soll mir Notifications anzeigen, mein Smartphone ergänzen und mir auf einen Blick wichtige Informationen liefern, ohne dass ich mein Handy hervorziehen muss.
Das alles kann die K2 ohne mit der Wimper zu zucken. Google Apps und Play Store sind kein Muss, aber sicher ein nice-to-have, auf die Kamera kann ich verzichten, da habe ich andere Möglichkeiten.
Qualitativ stellt die K2 zumindest die mir bekannte LiveView sowie die MN2 von Sony in den Schatten. Beide Sony-Watches sind Plastikbomber mit sehr bruchanfälligen Stellen. Die K2 hat ein rebustes Kunstoffgehäuse auf der Unterseite, ein Metallgehäuse auf der Oberseite und ein Silikonarmand (antiallergisch, nicht abfärbend, sauber verarbeitet) welches für Handgelenke mit bis zu 19,5cm Umfang geeignet ist.

Wer Gadgets mag und mit einer Smartwatch liebäugelt: Zuschlagen!



Pandawill.com aktuell knapp 70€
Hongkongeek.com aktuell knapp 70€
Amazon.de unverschämte 119€
(Stand 21.7.2014)


VPN: Provider und App-Test - Privateinternetaccess.com

Es kann immer mal wieder angebracht sein den eigenen Internet-Traffic über ein VPN zu leiten.
Was ein VPN ist und wie VPN funktioniert lasse ich an der Stelle mal die Wikipedia erklären.

Sinnvoll ist VPN vor allem, wenn man sich in einem offenen WLAN (Hotspot) befindet, wenn man aufgrund von Geoblocking bestimmte Dienste oder Webseiten nicht nutzen kann (Hulu, Netflix, Ländersperren in Youtube, etc), wenn der eigene Provider  bestimmte Dienste blockiert (VoIP im Mobilfunk zum Beispiel) oder wenn man ein wenig Anonymität beim Browsen benötigt.

Heute im Test:


Server in 10 Ländern: USA, Canada, UK, Schweiz, Niederlande, Schweden, Frankreich, Deutschland, Rumänien, Hong Kong.


Protokolle: L2TP, PPTP, OpenVPN

Getestet mit: Android 4.2, Android 4.4.2, Android 4.1, Android 4.4.4 und ElementaryOS Luna (auf Ubuntu basierend).

Kosten: $39,95 im Jahr, man kann zeitgleich 5 Clients betreiben, Traffic ist unbegrenzt, einige Server unterstützen Portforwarding für eingehenden Traffic. Alternativ: $6,95 im Monat.
Das Halbjahresangebot ist Schwachsinn denn $35,95 ist preislich kein fühlbarer Unterschied zu $39,95.

Anmeldung klappt sofort, einrichten am PC per PPTP bzw. L2TP ist kein Problem. Wer seinen Traffic nicht nur tunneln sondern auch verschlüsseln möchte mus OpenVPN einsetzen. Auch dies ist bei allen Ubuntu-basierten Distributionen einfach einzurichten, die Webseite des Anbieters bietet Tutorials für alle gängige Betriebssysteme (und einige Router!) an.

Auch auf den Android Smartphones/Tablets liess sich die Verbindung per PPTP problemlos einrichten. Wer hier OpenVPN nutzen möchte kann dies mithilfe der OpenVPN-App tun, oder die eigene App von Privateinternetaccess nutzen, die erheblich komfortabler ist und es erlaubt manuell/automatisch einen Serverwechsel durchzuführen.

Die App lässt sich auch so einstellen, dass nach einem Reboot bzw. beim Starten der App der VPN Tunner automatisch aufbaut. Dies funktioniert nur teilweise, denn alle gestesten Android-Versionen fragten nach, ob der App auch wirklich vertraut wird. Die Anwort lässt sich nicht per Default speichern, also muss nach jedem Reboot zumindest bestätigt werden, dass man der App noch vertraut.

Die App ist nüchtern gehalten aber recht selbsterklärend,  es kam zu keinem Absturz der App, es konnten keine gravierenden Bugs festgestellt werden.

Der VPN-Dienst selber ist performant, sowohl Latenz als Geschwindigkeit (Up-/Downlink) sind hervorragend und eignen sich auch für Echtzeitprotokolle (Video, Audio, VoIP).

Der Anbieter hat auf seiner Seite einen Support-Chat, die Mitarbeiter sind freundlich, gut informiert und hilfsbereit.

Datenschutz/Anonymität:

Der Anbieter sitzt in den USA, daher ist zunächst immer Vorsicht geboten wenn man mit hochriskanten Informationen umgeht (dann sollte man US-Firmen wohl eher meiden). Allerdings werden keine Verbindungsdaten gespeichert. Für "Otto-Normal-Verbraucher" der geoblocking umgehen möchte und sicherer in Hotspots unterwegs sein möchte ist Privateinternetaccess durchaus eine denkbare Alternative.

Ich hab's getestet:

Funktioniert. 
Ja, so kurz und knapp kann man es schreiben. der Dienst läuft auf 3 Android Geräten und 1 Notebook. Demnächst wird ein Router dazukommen.
Die Einrichtung der App kann von wirklich jedem vorgenommen werden, die Anleitungen sind gut und sehr einfach gehalten, wer doch nicht weiterkommt kann sich schnelle und kompetente Hilfe per Support-Chat oder Ticket holen.
Für Windows gibt es wohl eine eigene Software, Linux und Mac-User können sich auf die guten Tutorials verlassen.