Donnerstag, 14. Januar 2010

Warum das #Nexus #One noch nicht gefloppt ist

Das "Google-Handy" oder auch "Googlephone" Nexus One ist jetzt eine Woche auf dem Markt verfügbar und es mehren sich die Stimmen, die Verkaufszahlen würden auf einen Flop hinauslaufen.
Trotz extremster Medienberichterstattung, trotz Präsenz auf der Hauptseite von Google und trotz der gesamten Werbemacht haben sich anscheinend erst knapp 20.000 Nexus One Smartphones verkauft.

Für die meist selbsternannten Experten ein eindeutiges Indiz für einen veritablen Verfkaufsflop, verkauft sich das iPhone 3Gs immerhin 80mal mehr in der ersten Woche als das Nexus One.
Das dort wirklich mal Äpfel mit Birnen verglichen werden, ist den "Experten" bisher nicht in den Sinn gekommen.

Wollen wir mal dieser Sache etwas neutraler angehen:

1. Das Nexus One ist immer noch nicht "DAS GOOGLEPHONE" und es wird in nächster Zeit auch kein "GOOGLEPHONE" geben.
2. Das iPhone, welches immer als Referenz angegeben wird, ist bereits in der dritten Generation und wird seit 3 Gerätegenerationen von allen Medien teilweise extrem gehyped. Kein Wunder das mehrere Jahre Marketing solch einen "Impact" haben.

und noch der ALLERWICHTIGSTE PUNKT:

3. das Nexus One wird erstmals nicht von einer Ladenkette, einem Provider o. ä. verkauft, sondern nur und ausschliesslich über die Webseite von Google. Weiterhin ist das Telefon nicht an einen bestimmten Anbieter fest gebunden. Dies ist das erste Mal, das ein Hersteller (HTC) solche einen Vertriebsweg wählt.

Nimmt man diese Fakten zusammen, sollte es nicht überraschen, dass der Vertrieb eher schleppend anläuft. Schliesslich wird ein bisher der breiten Masse unbekanntes Gerät, mit einem noch nicht wirklich sehr bekannten Betriebssystem ausschliesslich über das Internet vertrieben. Das iPhone konnte man in jedem Applestore und bei AT&T anschauen, anfassen, ausprobieren und letztendlich auch gleich mitnehmen. Alle diese, extrem wichtigen, Faktorn kommen beim Nexus One nicht zum tragen! Daher sind 20.000 Einheiten in einer Woche für ein solches "Experiment" (denn genau das ist es) gar nicht mal so schlecht, wenn auch ausbaufähig.

Warten wir ab, was Google mit dem Onlinestore weiter betreibt, eventuell wird mittel- bis langfristig die Vertriebsstruktur in den USA dadurch umgekrempelt.

Posted via email from rafaelwv's posterous

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