Montag, 19. Juli 2010

Ein Kommentar zu: F!XMBR - Schulreform in Hamburg gescheitert

Nur um mal etwas klarzustellen von jemandemn der auf ein Gymnasium mit (fast) ALLEN Nationalitäten der Welt ging:

Multikulti im Schulalltag funktioniert nur und ausschliesslich im Reagenzglas.

Als ehemaliger Schüler eines Bonner Gymnasiums mit franz. Lycee(Botschaftsgegend) zu Hauptstadtzeiten kann ich bestätigen, dass sich Kinder und Jugendliche aus ein und der selben Mittel-/Oberschicht perfekt integrieren, egal aus welchem Land sie stammen und welche Sitten und Gebräuche dort herrschen.

Theorie: Die Bildungsprobleme einiger «Migranten» liegt nicht in ihrer Herkunft begründet, sondern werden eher von dem familiären Umfeld mitbestimmt.

Weiterhin konnte ich an besagtem Gymnasium eine durchgehende Akzeptanz der Säkularität der Schule feststellen. Weder Muslime (von denen es zumindest theoretisch welche gab), fundamentale Christen, Shintoisten, Buddhisten etc. noch sonstige Religionen versuchten zu missionieren oder irgendwelche Sonderrecht durchzufechten. Das galt auch für Schwimmunterricht und Sexualkunde.

Theorie: Religiöser Fundamentalismus und das damit zusammenhängende Konfliktpotential findet sich in der breiten Masse meist in bildungsfernen Familien. Oder sollte ich bildungsfeindlich schreiben?

Zuletzt konnte man noch beobachten das die Schüler alle eines gemeinsam hatten: Gesteigertes Interesse an Bildung, Abschluss, Karriere. Dabei wurde die Schule nicht nur als notwendiges Übel betrachtet, sondern durchaus als Sprungbrett. Insofern auch eine Einstellungssache.

Theorie: Wenn Schüler verschiedenster Nationalität, Religion und Herkunft, aber mit vergleichbaren Sozialstatus die gleichen Ziele und Ideale haben (oder zumindest stark vergleichbare), ist «Integration» vollkommen überflüssig weil sie automatisch und ohne äussere Hilfe zustandekommt.

Daraus folgt wiederum: Der Otto-Normal-Niederbayer-Unterschichtler wäre in einer Schule in Köln-Porz genauso wenig integrierbar wie Abdul aus Ost-Anatolien.

Ich sehe die Rassismus-Keule nicht… aber vielleicht hat Unterschichten-Sepp aus Niederbayern wenigstens eine Chance in Porz, obwohl er genauso ein Ausländer/Fremdsprachler ist wie Abdul, schliesslich ist er ja Deutscher...

Posted via email from rafaelwv's posterous

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