Freitag, 29. Januar 2010

Aufruf: Wieviele Kalorien hat ein Apfel?

Ich möchte alle Leser bitten mir per Kommentar, Facebook, Twitter oder Email mitzuteilen, wieviele Kalorien ein Apfel hat.

Posted via email from rafaelwv's posterous

Aufruf: Wieviele Kalorien hat ein Apfel?

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Homöopathie - Ich hab' die Lösung!

Ich rege mich immer mal wieder über Pseudowissenschafter, Esotheriker und andere Blindgänger auf. Vor allem hat es mir aber die "ganzheitliche Medizin" und die Homöopathie angetan.

Ich möchte jetzt nicht den Wikipedia-Eintrag nachbeten oder über den "Erfinder" dieser "Heilungsmethode", Samuel Hahnemann herziehen, sondern einmal ganz und gar nüchtern zusammenfassen, was Homöopathie eigentlich ist, wie sie angeblich funktioniert und wo der Haken bei der ganzen Sache ist.

Kleine Anekdote zu Beginn: Hahnemann starb an einer Lungenentzündung die sich anscheinend mit homöopathischen Mitteln nicht heilen lies.

Nun aber in medias res:

Homöopathie ist eine rechte seltsame Lehre und angesichts des Wissens in "harten" Naturwissenschaften ist es verwunderlich, dass diese Heilkunst in zivilisierten Ländern (und ich meine explizit nicht die USA damit!) noch so populär ist.

Hahnemann sagte:  „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden" und meinte damit, wenn man ein bestimmtes Symptom bei einem "Gesunden" mit einer Substanz hervorruven könne, dann müsse eben diese Substanz gegen dieses Symptom bei einem Erkankten helfen, nachdem man diese Substanz einer gewissen Behandlung unterzogen hat um ein homöopathisches "Medikament" daraus zu machen.

Was Hahnemann einen "Gesunden" nennt ist dabei nicht wirklich klar definiert, wahrscheinlich jemand der nicht akut krank ist und nicht gleich tot umfällt. Gehen wir vom Allgemeinen medizinischen Wissen zu Hahnemanns Zeiten und von Hahnemanns medizinisches können im Speziellen aus, können wir davon ausgehen das ein "gesunder Mensch" nach Hahnemann atmet und ohne grössere Mühen aufrecht stehen kann.

Wenn also bei diesem "Gesunden" ein Symptom hervorgerufen werden konnte, dann konnte eben jene Substanz eine bestimme Krankheit heilen.

Dazu musste man diese Substanz "potenzieren". Und an dieser Stelle wird die Homöopathie zu einer recht komischen Geschichte, die mehr etwas mit Religion, also mit Glauben, als mit Wissen etwas zu tun hat.

Unter "Potenzierung" versteht der Homöopath die gezielte Verdünnung des ursprünglichen Wirkstoffes. Normale Menschen, Wissenschaftler, Schüler die etwas von der Avogadro-Konstante gehört haben wissen, dass jede Verdünnung an eine Grenze tritt, bei der man den Wirkstoff schlichtweg nicht mehr in der Lösung erhält, aber das ficht den Homöopathen nicht an, denn die Medizin wird STÄRKER je mehr man verdünnt. Klingt total irre, ist es dann aber auch.

Man arbeitet mit "Verdünnungen" in verschiedenen Abstufungen, so existieren D-Stufen (1:10 usw), C-Stufen (1:100 usw) bis hin zu Q-Potenzen. Vorstellen muss man sich das so:

D1 = 1:10 (d.h. 1 Teil "Wirkstoff" auf 10 Teile Lösungsmittel, meist Wasser oder Alkohol)
D2 = 1:100 (d.h. 1 Teil auf 100)
D3 = 1:1000 (1 Teil auf 1000)

"Echte" Homöopathen glauben an Wirksamkeit jenseits von D30, wobei anschaulicherweise D23 (unverhältnismässig stark für jeden echten Homöopathen) das Verhältnis etwa so aussieht:

1 Tropfen Wasser gelöst im gesamten Mittelmeer oder 1 einzelnes Wassermolekül in einem Fingerhut voll Wasser.

D.h. ab D23 wird die Chance auch nur 1 Molekül "Wirkstoff" zu ergattern reichlich unwahrscheinlich!

In einer Potenz D30 ist also nach allen Erkenntnissen der Wissenschaft nicht EIN EINZIGES Molekül Wirkstoff mehr enthalten? Was soll also bitte noch wirken?

Der Homöopath wird antworten: Die "Schwingung" der Substanz ist noch enthalten und nur die sei wichtig und entscheidend bei der Wirkung. Nun, wenn eine Lösung eine Schwingung enthält, dann möchte ich nicht wissen, wer alles auf der Welt die "homöopathischen Schwingen" meiner Klogänge zu sich genommen hat, vor allem wenn ich vorher ein gutes Chilli genossen habe.

Aber auch darauf hat der Homöopath eine Antwort: Nur wenn man eine Lösung richtig zubereitet, enthält sich diese Schwingungen.
Wir werden uns fragen, wie man etwas in Wasser oder Alkohol löst... wahrscheinlich rein damit und schütteln? Weit gefehlt, hier wird die Pseudowissenschaft noch abstruser:

10 mal horizontal schütteln...
10 mal vertikal schütteln...
und dann...
10 mal vor- und zurückschütteln

Erst durch diese Behandlung ist das "Medikament" wirklich gelöst.

Nochmal zum veranschaulichen: Wenn ein Heilpraktiker (Quacksalber, Kurpfuscher, Doktor Eisenbart) oder ein naturheilkundlicher Arzt (Vollpfosten, gehirnamputiert, sollte seine Aprobation verlieren) Ihnen ein "Medikament" in Potenz D30 verschreibt, dann entspricht dies:

1 Tropfen Wasser auf das 50-fache Volumen der Erde

Das bedeutet im Klartext: Sie mögen alles mögliche zu sich nehmen, aber mit Sicherheit kein wirksames Medikament!

Ich möchte in dieser Hinsicht noch auf ein kleines aber feines Paradoxon der Homöpathie hinweisen:
Je stärker verdünnt ein "Stoff" also ist, desto wirksamer ist er. Nun stellen wir uns mal vor wo unser Wasser so herkommt, womit das Wasser theoretisch und praktisch in Kontakt kommen kann und addieren die Verdünnung durch die Trinkwasserreserven unserer Städte und Gemeinden... WIR NEHMEN JEDEN TAG ENORME HOMÖOPATHISCHE ÜBERDOSEN AN ALLEM MÖGLICHEN ZU UNS!

PS: Viele Krankenkassen erstatten homöopathische Behandlungen
PPS: Homöpathie ist in der EU und den USA ein Multimilliardengeschäft. Sie verkaufen NICHTS und bekommen dafür Geld.

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Homöopathie - Ich hab' die Lösung!

Ich rege mich immer mal wieder über Pseudowissenschafter, Esotheriker und andere Blindgänger auf. Vor allem hat es mir aber die "ganzheitliche Medizin" und die Homöopathie angetan.

Ich möchte jetzt nicht den Wikipedia-Eintrag nachbeten oder über den "Erfinder" dieser "Heilungsmethode", Samuel Hahnemann herziehen, sondern einmal ganz und gar nüchtern zusammenfassen, was Homöopathie eigentlich ist, wie sie angeblich funktioniert und wo der Haken bei der ganzen Sache ist.

Kleine Anekdote zu Beginn: Hahnemann starb an einer Lungenentzündung die sich anscheinend mit homöopathischen Mitteln nicht heilen lies.

Nun aber in medias res:

Homöopathie ist eine rechte seltsame Lehre und angesichts des Wissens in "harten" Naturwissenschaften ist es verwunderlich, dass diese Heilkunst in zivilisierten Ländern (und ich meine explizit nicht die USA damit!) noch so populär ist.

Hahnemann sagte:  „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden" und meinte damit, wenn man ein bestimmtes Symptom bei einem "Gesunden" mit einer Substanz hervorruven könne, dann müsse eben diese Substanz gegen dieses Symptom bei einem Erkankten helfen, nachdem man diese Substanz einer gewissen Behandlung unterzogen hat um ein homöopathisches "Medikament" daraus zu machen.

Was Hahnemann einen "Gesunden" nennt ist dabei nicht wirklich klar definiert, wahrscheinlich jemand der nicht akut krank ist und nicht gleich tot umfällt. Gehen wir vom Allgemeinen medizinischen Wissen zu Hahnemanns Zeiten und von Hahnemanns medizinisches können im Speziellen aus, können wir davon ausgehen das ein "gesunder Mensch" nach Hahnemann atmet und ohne grössere Mühen aufrecht stehen kann.

Wenn also bei diesem "Gesunden" ein Symptom hervorgerufen werden konnte, dann konnte eben jene Substanz eine bestimme Krankheit heilen.

Dazu musste man diese Substanz "potenzieren". Und an dieser Stelle wird die Homöopathie zu einer recht komischen Geschichte, die mehr etwas mit Religion, also mit Glauben, als mit Wissen etwas zu tun hat.

Unter "Potenzierung" versteht der Homöopath die gezielte Verdünnung des ursprünglichen Wirkstoffes. Normale Menschen, Wissenschaftler, Schüler die etwas von der Avogadro-Konstante gehört haben wissen, dass jede Verdünnung an eine Grenze tritt, bei der man den Wirkstoff schlichtweg nicht mehr in der Lösung erhält, aber das ficht den Homöopathen nicht an, denn die Medizin wird STÄRKER je mehr man verdünnt. Klingt total irre, ist es dann aber auch.

Man arbeitet mit "Verdünnungen" in verschiedenen Abstufungen, so existieren D-Stufen (1:10 usw), C-Stufen (1:100 usw) bis hin zu Q-Potenzen. Vorstellen muss man sich das so:

D1 = 1:10 (d.h. 1 Teil "Wirkstoff" auf 10 Teile Lösungsmittel, meist Wasser oder Alkohol)
D2 = 1:100 (d.h. 1 Teil auf 100)
D3 = 1:1000 (1 Teil auf 1000)

"Echte" Homöopathen glauben an Wirksamkeit jenseits von D30, wobei anschaulicherweise D23 (unverhältnismässig stark für jeden echten Homöopathen) das Verhältnis etwa so aussieht:

1 Tropfen Wasser gelöst im gesamten Mittelmeer oder 1 einzelnes Wassermolekül in einem Fingerhut voll Wasser.

D.h. ab D23 wird die Chance auch nur 1 Molekül "Wirkstoff" zu ergattern reichlich unwahrscheinlich!

In einer Potenz D30 ist also nach allen Erkenntnissen der Wissenschaft nicht EIN EINZIGES Molekül Wirkstoff mehr enthalten? Was soll also bitte noch wirken?

Der Homöopath wird antworten: Die "Schwingung" der Substanz ist noch enthalten und nur die sei wichtig und entscheidend bei der Wirkung. Nun, wenn eine Lösung eine Schwingung enthält, dann möchte ich nicht wissen, wer alles auf der Welt die "homöopathischen Schwingen" meiner Klogänge zu sich genommen hat, vor allem wenn ich vorher ein gutes Chilli genossen habe.

Aber auch darauf hat der Homöopath eine Antwort: Nur wenn man eine Lösung richtig zubereitet, enthält sich diese Schwingungen.
Wir werden uns fragen, wie man etwas in Wasser oder Alkohol löst... wahrscheinlich rein damit und schütteln? Weit gefehlt, hier wird die Pseudowissenschaft noch abstruser:

10 mal horizontal schütteln...
10 mal vertikal schütteln...
und dann...
10 mal vor- und zurückschütteln

Erst durch diese Behandlung ist das "Medikament" wirklich gelöst.

Nochmal zum veranschaulichen: Wenn ein Heilpraktiker (Quacksalber, Kurpfuscher, Doktor Eisenbart) oder ein naturheilkundlicher Arzt (Vollpfosten, gehirnamputiert, sollte seine Aprobation verlieren) Ihnen ein "Medikament" in Potenz D30 verschreibt, dann entspricht dies:

1 Tropfen Wasser auf das 50-fache Volumen der Erde

Das bedeutet im Klartext: Sie mögen alles mögliche zu sich nehmen, aber mit Sicherheit kein wirksames Medikament!

Ich möchte in dieser Hinsicht noch auf ein kleines aber feines Paradoxon der Homöpathie hinweisen:
Je stärker verdünnt ein "Stoff" also ist, desto wirksamer ist er. Nun stellen wir uns mal vor wo unser Wasser so herkommt, womit das Wasser theoretisch und praktisch in Kontakt kommen kann und addieren die Verdünnung durch die Trinkwasserreserven unserer Städte und Gemeinden... WIR NEHMEN JEDEN TAG ENORME HOMÖOPATHISCHE ÜBERDOSEN AN ALLEM MÖGLICHEN ZU UNS!

PS: Viele Krankenkassen erstatten homöopathische Behandlungen
PPS: Homöpathie ist in der EU und den USA ein Multimilliardengeschäft. Sie verkaufen NICHTS und bekommen dafür Geld.

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Montag, 25. Januar 2010

Rechte, Linke und die Gedankenpolizei - Rev. 1.2

Seit ein paar Tagen geht es richtig rund - in den Medien, im Internet und in den "social networks" gibt es kaum ein anderes Thema:

Der "hässliche" Deutsche zeigt in Dresden auf einer Demonstration von rechten, und ultrarechten sein Gesicht und die versammelte Bessermenschen-Gedankenpolizei versammelt sich um ebendies zu verhindern.

In Köln und bei noch ein paar anderen Gelegenheiten wurden angemeldete (und legale!) Demonstrationen von selbsternannten Antifaschisten "verhindert", diesmal sollte es in Dresden sein und auch dort sollte die Demonstration gleich verhindert werden indem man zahlreiche Gegendemos anmeldete und Konfliktpotential beschwor, um die Demo der Rechten praktisch wegen Unruhegefahr zu untersagen.

Ich persönlich halte dieses Vorgehen für höchst undemokratisch, für verfassungsfeindlich und sogar für hochgradig kontraproduktik.

Auf Twitter erwähnte mich @nerhegeb mit einem Zitat welches Voltaire zugeschrieben wird:

"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."

Dieser eine Satz ist mit eines meiner Leitmotive. Ich habe mich oft genug gegen Intoleranz gewisser Religionen ausgesprochen, ich habe meine Stimme gegen staatliche Zensur und Repression erhoben und ich bin ganz gewiss gegen den dumpfen Ausländer- und Rassenhass der von den Rechten geschürt wird, doch solange sich dies im Rahmen der Rechte und Gesetze abspielt, die die Verfassung bzw. das Grundgesetz garantiert, haben selbst diese Menschen das Recht ihre Meinung zu äussern, Demonstrationen abzuhalten und sich in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen.

Anscheinend ist das Demokratieverständnis in Deutschland nur rudimentär vorhanden, der Lack der Zivilisation ist wohl doch noch sehr dünn und der Mob ist allzeit bereit um loszuschlagen.

Mir ist egal ob der Mob rechts oder links ist, er ist ein Ausdruck des nichtvorhandenen Demokratieverständnisses und der mangelnden Toleranz. Wenn Deutschland es schaffen würde die Rechten einfach hinzunehmen und RATIONAL mit ihnen umzugehen, hätte eben diese Rechte ihren Schrecken längst verloren, genauso wie die Finanziers und Anhänger.

Dieser Umgang scheint für viele aber nicht möglich, der Aufschrei der "Militant-Toleranten" die alles und jeden tolerieren, solange es kein Nazi ist hallt durch Deutschland und vertreibt jeden Rest von Verstand und Vernunft, was übrig bleibt ist der übliche dumpfe Mob der gegen Nazis aufmarschiert und sich vom dumpfen Mob der Rechten in nichts unterscheidet.

Mit demokratischen Mitteln, mit Diskussion, Vernunft und Intelligenz hätte man die Rechten vom Antlitz des Planeten tilgen können, aber mit V-Männern, Verbotsanträgen und dumpfen Gegendemos hält man diesen politischen Zombie nur noch länger am Leben.

Dieses Konzept ist der Gedanken- und Gesinnungspolizei jedoch fremd, da wird zu Ordnungswidrigkeiten sowie auch zu Straftaten aufgerufen, Gewalt angedroht und von beiden Seiten auch oft genug begangen, ein Krieg der vielleicht politisch gar gewollt ist: divide et impera - teile und herrsche, bei keinem Thema ist das Volk gespaltener und bei keinem ist es einfacherDer neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.
 die öffentliche Meinung zu kontrollieren, den Verstand setzt seit jeher keine der beider Seiten ein, so emotional wird die Debatte geführt.

Und so wird in Deutschland wieder einmal von einer ganz bestimmten Gruppe entschieden, was man zu denken und zu sagen hat, wo und wie man dies sagen darf und auch, wann und wo man diese Meinung schlichtweg nicht zu vertreten hat. Es ist wie in der Fabel mit dem Skorpion und dem Frosch, es kann der Deutsche seine Natur nicht verleugnen, ein ewiger Untertan, Denunziant und Blockwart (StaSi-Mitarbeiter, IM, V-Mann) steckt nunmal in ihm.

Die Intoleranz der Toleranten wird seine Opfer fordern und doch wird niemand daraus lernen.

Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.
Zitat von Ignazio Silone

Edit: Ich möchte den geneigten Leser auf eine Blogpost vom Zeitgleiter hinweisen, den i1ch für sehr lesenswert erachte. Vor allem weil ein Insider genau bestätigt was ich im Bezug auf die Piraten hier und hier schonmal angemerkt habe.
Weiterhin kann man bei den "Krakeelern" in der Piratenpartei (und in der Gesellschaft) wieder einmal eines ganz genau beobachten: Ein ganz spezielles Klientel beansprucht die Meinungs- und Deutungshoheit für sich und scheut nichmal davor zurück antidemokratisch zu handeln um diese Meinungshoheit durchzusetzen. Mob bleibt Mob und ist immer dumpf, egal ob rechts oder links.

Edit 2: Lieber militanter Gegenmob: Ihr seid Zensursula - Mit Stop-Schildern gegen ein gesellschaftliches Problem

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Rechte, Linke und die Gedankenpolizei

Seit ein paar Tagen geht es richtig rund - in den Medien, im Internet und in den "social networks" gibt es kaum ein anderes Thema:

Der "hässliche" Deutsche zeigt in Dresden auf einer Demonstration von rechten, und ultrarechten sein Gesicht und die versammelte Bessermenschen-Gedankenpolizei versammelt sich um ebendies zu verhindern.

In Köln und bei noch ein paar anderen Gelegenheiten wurden angemeldete (und legale!) Demonstrationen von selbsternannten Antifaschisten "verhindert", diesmal sollte es in Dresden sein und auch dort sollte die Demonstration gleich verhindert werden indem man zahlreiche Gegendemos anmeldete und Konfliktpotential beschwor, um die Demo der Rechten praktisch wegen Unruhegefahr zu untersagen.

Ich persönlich halte dieses Vorgehen für höchst undemokratisch, für verfassungsfeindlich und sogar für hochgradig kontraproduktik.

Auf Twitter erwähnte mich @nerhegeb mit einem Zitat welches Voltaire zugeschrieben wird:

"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."

Dieser eine Satz ist mit eines meiner Leitmotive. Ich habe mich oft genug gegen Intoleranz gewisser Religionen ausgesprochen, ich habe meine Stimme gegen staatliche Zensur und Repression erhoben und ich bin ganz gewiss gegen den dumpfen Ausländer- und Rassenhass der von den Rechten geschürt wird, doch solange sich dies im Rahmen der Rechte und Gesetze abspielt, die die Verfassung bzw. das Grundgesetz garantiert, haben selbst diese Menschen das Recht ihre Meinung zu äussern, Demonstrationen abzuhalten und sich in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen.

Anscheinend ist das Demokratieverständnis in Deutschland nur rudimentär vorhanden, der Lack der Zivilisation ist wohl doch noch sehr dünn und der Mob ist allzeit bereit um loszuschlagen.

Mir ist egal ob der Mob rechts oder links ist, er ist ein Ausdruck des nichtvorhandenen Demokratieverständnisses und der mangelnden Toleranz. Wenn Deutschland es schaffen würde die Rechten einfach hinzunehmen und RATIONAL mit ihnen umzugehen, hätte eben diese Rechte ihren Schrecken längst verloren, genauso wie die Finanziers und Anhänger.

Dieser Umgang scheint für viele aber nicht möglich, der Aufschrei der "Militant-Toleranten" die alles und jeden tolerieren, solange es kein Nazi ist hallt durch Deutschland und vertreibt jeden Rest von Verstand und Vernunft, was übrig bleibt ist der übliche dumpfe Mob der gegen Nazis aufmarschiert und sich vom dumpfen Mob der Rechten in nichts unterscheidet.

Mit demokratischen Mitteln, mit Diskussion, Vernunft und Intelligenz hätte man die Rechten vom Antlitz des Planeten tilgen können, aber mit V-Männern, Verbotsanträgen und dumpfen Gegendemos hält man diesen politischen Zombie nur noch länger am Leben.

Dieses Konzept ist der Gedanken- und Gesinnungspolizei jedoch fremd, da wird zu Ordnungswidrigkeiten sowie auch zu Straftaten aufgerufen, Gewalt angedroht und von beiden Seiten auch oft genug begangen, ein Krieg der vielleicht politisch gar gewollt ist: divide et impera - teile und herrsche, bei keinem Thema ist das Volk gespaltener und bei keinem ist es einfacherDer neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.
 die öffentliche Meinung zu kontrollieren, den Verstand setzt seit jeher keine der beider Seiten ein, so emotional wird die Debatte geführt.

Und so wird in Deutschland wieder einmal von einer ganz bestimmten Gruppe entschieden, was man zu denken und zu sagen hat, wo und wie man dies sagen darf und auch, wann und wo man diese Meinung schlichtweg nicht zu vertreten hat. Es ist wie in der Fabel mit dem Skorpion und dem Frosch, es kann der Deutsche seine Natur nicht verleugnen, ein ewiger Untertan, Denunziant und Blockwart (StaSi-Mitarbeiter, IM, V-Mann) steckt nunmal in ihm.

Die Intoleranz der Toleranten wird seine Opfer fordern und doch wird niemand daraus lernen.

Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.
Zitat von Ignazio Silone

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Donnerstag, 14. Januar 2010

Warum das #Nexus #One noch nicht gefloppt ist

Das "Google-Handy" oder auch "Googlephone" Nexus One ist jetzt eine Woche auf dem Markt verfügbar und es mehren sich die Stimmen, die Verkaufszahlen würden auf einen Flop hinauslaufen.
Trotz extremster Medienberichterstattung, trotz Präsenz auf der Hauptseite von Google und trotz der gesamten Werbemacht haben sich anscheinend erst knapp 20.000 Nexus One Smartphones verkauft.

Für die meist selbsternannten Experten ein eindeutiges Indiz für einen veritablen Verfkaufsflop, verkauft sich das iPhone 3Gs immerhin 80mal mehr in der ersten Woche als das Nexus One.
Das dort wirklich mal Äpfel mit Birnen verglichen werden, ist den "Experten" bisher nicht in den Sinn gekommen.

Wollen wir mal dieser Sache etwas neutraler angehen:

1. Das Nexus One ist immer noch nicht "DAS GOOGLEPHONE" und es wird in nächster Zeit auch kein "GOOGLEPHONE" geben.
2. Das iPhone, welches immer als Referenz angegeben wird, ist bereits in der dritten Generation und wird seit 3 Gerätegenerationen von allen Medien teilweise extrem gehyped. Kein Wunder das mehrere Jahre Marketing solch einen "Impact" haben.

und noch der ALLERWICHTIGSTE PUNKT:

3. das Nexus One wird erstmals nicht von einer Ladenkette, einem Provider o. ä. verkauft, sondern nur und ausschliesslich über die Webseite von Google. Weiterhin ist das Telefon nicht an einen bestimmten Anbieter fest gebunden. Dies ist das erste Mal, das ein Hersteller (HTC) solche einen Vertriebsweg wählt.

Nimmt man diese Fakten zusammen, sollte es nicht überraschen, dass der Vertrieb eher schleppend anläuft. Schliesslich wird ein bisher der breiten Masse unbekanntes Gerät, mit einem noch nicht wirklich sehr bekannten Betriebssystem ausschliesslich über das Internet vertrieben. Das iPhone konnte man in jedem Applestore und bei AT&T anschauen, anfassen, ausprobieren und letztendlich auch gleich mitnehmen. Alle diese, extrem wichtigen, Faktorn kommen beim Nexus One nicht zum tragen! Daher sind 20.000 Einheiten in einer Woche für ein solches "Experiment" (denn genau das ist es) gar nicht mal so schlecht, wenn auch ausbaufähig.

Warten wir ab, was Google mit dem Onlinestore weiter betreibt, eventuell wird mittel- bis langfristig die Vertriebsstruktur in den USA dadurch umgekrempelt.

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Montag, 11. Januar 2010

Guía básica de insurrección contra la normativa para cerrar webs en España

encontrado en http://alt1040.com/2010/01/guia-basica-de-insurreccion-contra-la-normativa-para-cerrar-webs-en-espana

Guía básica de insurrección contra la normativa para cerrar webs en España

Por Elías Notario  el 11 de Enero de 2010 @ 9:30

cultura-no-es-un-crimen

Durante el pasado viernes día 8 el Gobierno de España aprobó en el primer Consejo de Ministros del año su paquete de medidas para cerrar webs de descargas, las cuales, como ya adelanté por aquíse escapan completamente de toda lógica. ¿Y en qué va a consistir? Pues de forma resumida y sin haber podido leer la norma (ni yo ni nadie, ya que no se ha publicado, se supone que eso pasará hoy) el proceso será tal que así:

Los propietarios de derechos de autor (particulares o entidades) denunciarán ante una Comisión de Propiedad Intelectual a aquellos sitios que supuestamente infrinjan derechos de autor. Dicha comisión decidirá si infringen o no derechos de propiedad intelectual para, en los casos afirmativos, comunicárselo a los responsables de las webs. En este punto se abre plazo de alegaciones para dichos responsables tras el cual si la comisión administrativa entiende son insuficientes, se ordena la retirada del material protegido de los sitios. Finalmente si las presuntas infracciones persisten, solicitarán autorización ante la Sala de lo Contencioso-Administrativo de la Audiencia Nacional para bloquear o cerrar la web que toque, Sala que tendrá que resolver en un máximo de cuatro días. Recibida la autorización, la Comisión de Propiedad Intelectual hará efectiva la medida.

Esta es la explicación que más o menos han dado la mayoría de medios de comunicación sobre el nuevo procedimiento, recalcando una y mil veces que ahora aparece la figura del juez en el mismo, una de las cosas que se pedían en el#manifiesto. Pero eso, al igual que otras muchas cosas más que están saliendo en los medios de comunicación de boca de la Ministra de Cultura o algún representante de la asociación protectora de derechos de autor de turno, son verdades totalmente parcializadas y si nos ponemos a rascar un poco resulta que ante lo que realmente estamos es un galimatías administrativo y jurídico con un único objetivo: blindar, más, una industria cultural totalmente obsoleta que no es capaz a sustentar su arcaico modelo de negocio.

Pero estamos a tiempo de intentar frenar esta barrabasada, la normativa aún tiene que pasar por el Parlamento y por el Senado y además el Gobierno también necesita modificar varias leyes más si quiere ponerla en funcionamiento. Es necesario pues hacer entender al resto de fuerzas políticas y ciudadanía ante lo que realmente estamos y para eso esta pequeña “Guía básica de insurrección contra la normativa del Gobierno de España para cerrar webs”, que paso seguidamente a describir.

Tres pilares fundamentales la conforman: el primero, lo leído hasta aquí (una explicación general de la situación y la normativa), el segundo, argumentos contra la norma, el procedimiento y todo lo que les rodea y finalmente el tercero, acciones que puede emprender cualquier ciudadano con conexión a Internet para intentar que esto no llegue a aprobarse. Sin más dilación, al turrón.

Argumentos contra la normativa y el proceso

  • La nueva normativa carece de sentido. La Justicia española ya cuenta a día de hoy con herramientas suficientes para luchar contra los que se salten derechos de propiedad intelectual. Que esta siempre resuelva en contra de la industria no es culpa de nadie y menos de los ciudadanos

  • El poder ejecutivo intenta traspasarse competencias que son propias del judicial y con ello dinamita uno de los pilares fundamentales de cualquier democracia que es la separación de poderes

  • Se le da rango de derecho fundamental a la propiedad intelectual, algo que debería ser dilucidado con mucha más calma y por varios estamentos y no solamente por el ejecutivo

  • Si la normativa se aprueba, supondrá un agravio comparativo con otros sectores industriales y los propios ciudadanos. ¿Por qué la industria cultural tiene que tener “juicios rápidos” y el resto no?

  • Se va a cargar de más trabajo a la Audiencia Nacional, tribunal excepcional que se ocupa de los casos más graves, como por ejemplo los relacionados con terrorismo o corrupción

  • Los ciudadanos no somos los culpables de que un sector se esté muriendo por el avance tecnológico. Ha pasado lo mismo en innumerables ocasiones a lo largo de la historia y en ninguna se impulsó su supervivencia a base de leyes

  • Quien decidirá en primera instancia si hay o no infracción será una comisión administrativa, no un juez

  • Los jueces pasarán por encima del asunto, no decidirán si determinada web ha vulnerado derechos de propiedad intelectual

  • El proceso puede utilizarse contra cualquier sitio de la red que los demandantes consideren está violando derechos de propiedad intelectual, aunque el Gobierno asegure que solamente se usará contra “no más de 100 webs”

  • El intercambio de archivos o enlaces en sitios para facilitar el intercambio de los mismos no es delito en España. La ley está dando por supuesto que lo anterior es un delito al establecer una comisión para investigarlo

  • La normativa choca o vulnera varios artículos de la Constitución (2024.2)

  • No es de recibo que para llevar la nueva norma hacia delante el Gobierno tenga que modificar nada más y nada menos que cuatro leyes, una de ellas la Ley Orgánica del Poder Judicial

Acciones contra la normativa y el proceso

  • Si tienes acceso a medios tradicionales distribuye en ellos los argumentos citados anteriormente
  • Deja patente tu disconformidad con la normativa en tu cuenta de Twitter, Facebook o cualquier otro sitios social
  • Distribuye los argumentos aquí expuesto (u otros), en tu web o blog
  • Copia esta imagen donde quieras
  • Pide a resto de fuerzas políticas del país voten negativamente contra toda medida relacionada con la nueva normativa (vía Twitter por ejemplo: @ppopular, @iunida, @pnveaj, @ciu etc)
  • Inicia cualquier otra acción de lucha que se te ocurra y apoya las que conozcas
  • Contribuye a centralizar las quejas en determinados canales (si ya existe un grupo en Facebook de protesta, no crees otro, únete a ese)
  • Menea, retwittea y copia

Y poco más que añadir a lo dicho hasta aquí. Es el momento de que nosotros, los ciudadanos, actuemos. La red nos otorga un poder de presión tremendo, como ya vimos con el #manifesto el cual demostró que la línea entre la vida real e Internet ya está rota. Se consiguió forzar una reunión con la Ministra de Cultura, también hubo reuniones con representantes de otros partidos políticos y la revuelta impactó de lleno en los medios de comunicación masivos.

Aunque sea cierto que el objetivo máximo, la eliminación de la disposición primera, no se consiguió, eso no es razón para aflojar. ¿Qué es lo peor que puede pasar? Pues que todo se quede como está, pero eso ya lo tenemos seguro al cien por cien si no hay movilización.

Nos toca.

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La ley de Sinde para torpes

Como NO liderar geeks