Mittwoch, 26. Oktober 2011

SPENDENAUFRUF: Hund in Not

Die Findelhündin Mercy hat jetzt einen eigenen Blog auf http://findelhund-mercy.blogspot.com/




Heute morgen hat meine Frau bei der Hunderunde diese junge Hündin gefunden:








Anscheinend wurde sie bereits vor einiger Zeit ausgesetzt und vagabundierte über die Felder. 
Diese Hündin hat so wie es derzeit aussieht eine verletzte, wahrscheinlich gebrochene Pfote. Leider gibt es hier in der Gegend niemanden der die Behandlungskosten tragen würde, daher bitte ich um Spenden um dieses arme Jungtier nicht weiter unbehandelt leiden zu lassen.

Spenden per Paypal an Rafael.mural@Yahoo.es
Spenden per Flattr an @rafaelwv (Twitter) oder auf www.rafaelwv.com



SPENDENLISTE

+Sascha Kraeling 5€ über Paypal
+Robert Schreiner 10€ über Paypal
+David Sallge 10€ über Paypal
+Martina Faber 20€ über Paypal
+Uwe Hauck 10€ über Paypal
+Martin Goldmann 50€ per Überweisung
+Eric Coffman 10$ über Paypal
+Jürgen Eichholz 10€ über PayPal

Anonym 10€ über Paypal
Annette Dankmeier 35€ über Paypal
 30€ über Paypal
+Mathias Penz 10€ über Paypal
Andreas Kaffka 20€ über Paypal
Carsten Zillgen 50€ über Paypal
Rebecca Jahn 10€ über Paypal

 Blogpost geFlattrt

Sven Budde 25€ über Paypal
+Michael Dunstheimer 10€ über Paypal
+Michael Treichler 50€ über Paypal
+Christian Eckert 10€ über Paypal
+Markus Schraudolph 10€ über Paypal
Andreas Brodmann 20€ über Paypal
 5€ über Paypal
Heiko Mauel 10€ über Paypal 
+Sascha Lutz 8€ über Paypal
+Daniel Faure 5€ über Paypal
Sandra Verheggen 5€ über Paypal
+Alexander Skwar 15CHF über Paypal (wurde zu 11,05€, mensch ist der Franken schwach!)
Rouven Kasten 20€ über Paypal

Annette Dankmeier 30€ über Paypal
+Carmen Alecia 50€ über Paypal
Wolf Kemker 5€ über Paypal
Manuela Körber 20€ per Überweisung
Einnahmen über Flattr: 0,61€ über das Blog, 2,69€ über geflattrete Posts und 9,70€ als Spenden = 13€
Anselmo (Veterinär Clinica Levante) 20€ per Überweisung
R. Schaible per Paypal 75€ (pending transaction) 13.11.2011: CANCELLED (Betrag konnte nicht abgebucht werden)
Tobias Macheleid 10€ über Paypal
Inga Lewandowski 10€ über Paypal




Bisher eingenommen: 607,05€ + 10$
Bisher ausgegeben: 159,73€

RESTBETRAG: 447,32€ + 10$ (7,90€)


Abrechnung nach der OP:


Gesamteinnahmen Spenden


am 04.11.2011 13:10:


614,96€


  • Erstuntersuchung 29.10.2011 128,73€
  • Präoperative Untersuchung am 31.10.11 31€
  • Operation am 2.11.2011 +Klinikaufenthalt 2 Tage 553€
  • Medikamente 10,85€


TOTAL Ausgaben: 723,58€

Übertrag: -78,63€

Alle Rechnugsbelege sind in gescannter Form im Picasa-Album Findelhund verfügbar und können frei eingesehen werden.




HINWEIS:
Ich möchte darauf hinweisen das wir der Clinica Veterinaria Levante S.L. zu besonderem Dank verpflichtet sind. Der Klinikleiter hat bei der OP weder die Assistenz berechnet, noch den postoperativen Klinikaufenthalt mit 24-Stunden-Betreuung, desweiteren sind auf die OP selber 50% Rabatt gewährt worden und die OP-Nachsorge wird auch nicht berechnet (ausser die Röntgenbilder nach 4-6 Wochen und nach 4-6 Monaten, das wird zusammen ca. 70-90€ kosten).




Dienstag, 25. Oktober 2011

EFSF Wahnsinn - Unsicherheiten der Versicherungslösung

Ich bin ein klein wenig verwirrt:
Die finanzielle Situation vieler EU-Staaten ist anscheinend derart überkritisch geworden, dass der EFSF wohl nicht im Geringsten ausreicht, daher sind verschiedentlich sogenannte Hebelmechanismen genannt worden, die wohl die Lösung für den Liquiditätsmangel des EFSF sein sollen.
Was ist eine Versicherung?
Eigentlich ist eine Versicherung eine Wette, bei der ein Wettpartner das Risiko kalkuliert und so den Wetteinsatz des anderen Wettpartners bestimmt, je höher das Risiko, desto höher der Einsatz, kann nicht mehr von Risiko oder Wahrscheinlichkeit gesprochen werden, sondern besteht Gewissheit das der Schadensfall eintritt, werden die meisten Versicherungen aussteigen und die Wette nicht annehmen, also nicht versichern.
Diese Darstellung ist jetzt sehr schematisch und simplifiziert, ist aber für folgende Betrachtungen mehr als ausreichend:
Für den EFSF wird die Versicherungslösung angestrebt und wie man so hört mit einem Hebel von 5, was drauf hinausläuft dass der EFSF von 100€ die er versichert nur 20€ auch garantiert, also im Schadensfalle auszahlt.
Nun kann eine Versicherung bekanntermassen nur dann funktionieren, wenn das Risiko als solches überschaubar bleibt und die Versicherungsbeiträge aller Teilnehmer die Schadensfälle einiger weniger deckt.
Was mich an dieser Lösung, die in meinen Augen keine ist, stört ist die Tatsache, dass wir bei der Betrachtung der zu versichernden Risiken, also Griechenland, Italien, Portugal, Spanien, Irland etc. gar nicht mehr von berechenbaren Risiken sprechen dürften, sondern von Gewissheiten, bei denen nur der exakte Zeitpunkt des Schadenfalles und die exakte Haftungshöhe noch nicht bekannt ist, dass tatsächlich gehaftet werden muss dürfte eigentlich jedem klar sein.
Wie also ein solches Instrument die "Märkte beruhigen" soll (ohnehin ein absurder Gedanke!) ist komplett fraglich, denn es steht ja schliesslich fest, dass nur 20% garantiert werden. Den damit erreichbaren Schuldenschnitt werden Marktteilnehmer ohnehin bereits einpreisen oder eingepreist haben, übrig bleibt eine extrem teure Luftnummer namens EFSF.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Bildungswahnsinn

Die Onlineredaktion des ehemaligen Nachrichtenmagazins berichtet heute über neue Methoden Schülern deutsche Rechtschreibung beizubringen.

Beschrieben wird, unter anderem, eine Methode Betonung und Silbentrennung durch Schiffe, Matrosen und Teddybären beizubringen.

An dieser Stelle musste ich kurz innehalten und fragte mich, ob manche Leute nicht genau deshalb Pädagogen geworden sind, weil jede andere Karriere mangels Hirn, Intelligenz und Talent ausgeschlossen war.

Jede Sprache hat Formalismen, Regelmäßigkeiten aber auch Ausnahmen und Konventionen, die mitunter vollkommen willkürlich anmuten, da sie aus dem organischen Wachstum der Sprache an sich entstanden sind. Sprachkompetenz wird nicht erworben indem man Teddybären schwenkt und ihnen Buchstaben umhängt.

Sprachkompetenz wird vermittelt, indem mit der Sprache aktiv umgegangen wird, indem neue Vokabeln erlernt werden, Worte in einen neuen Kontext gesetzt werden und so die Sprachfähigkeit sich immer weiterentwickelt.

Das Problem der Rechtschreibung an sich ist doch nicht neu und die letzte große Rechtschreibreform hat das Problem eben nicht verbessert, was erwartet wurde, sondern eher noch verschlimmert! Woran das liegt ist umstritten, Lösungsansätze gibt es zuhauf, nur zeigt keiner bisher die gewünschte Wirkung, es ist sogar zu erwarten das der hier beschriebe Lösungsansatz mit Teddybären scheitert. Meiner ganz persönlichen Meinung nach kein Wunder, der ganze verschwurbelte Montessori-Blödsinn führt in keinem Fall zu mehr oder besserer Bildung.

Einem Kind Sprachkompetenz zu vermitteln ist genauso einfach wie anstrengend: Das Kind muss eine entsprechende Bandbreite an Sprache erfahren um sie sinnvoll und richtig benutzen zu können. Rechtschreibung zu erlernen ist ebenso einfach: Wenn das Kind viel liest und viele neue Wörter sieht, erkennt, erlernt und irgendwann auch benutzt ist der Lernprozess doch gegeben!

Das große Problem der Schule ist doch, dass den Schülern jede Lust am Lesen ausgetrieben wird. Ein Großteil der Schüler mogelt sich irgendwie um Leseaufgaben herum und berichtet nach der Schule davon überhaupt keine Lust zu haben irgendetwas zu lesen, was fatale Folgen nach sich zieht. Die heutige Mediengesellschaft lässt sich in zwei Teile aufspalten: Medien, die ausschließlich konsumiert werden und die weder großen intellektuellen Stimulus bieten noch die Fähigkeit des Lesens/Schreibens erfordern (DSDS, Frauentausch, Supernanny, BigBrother, etc) und die Medien(formen) die im Internet stattfinden und partizipativ sind, Interaktionen bedürfen und durchaus auch das geschriebene Wort erfordern.

Immer wieder hört man von der digitalen Spaltung, die in Wirklichkeit eine Spaltung der Gesellschaft ist:
Auf der einen Seite "funktionale Analphabeten" die schlichtweg keine große Lese- und Schreibkompetenz benötigen und dementsprechend eingeschränkt sind und die andere Gruppe aus den Menschen die ungehinderten Zugang zu allen (schriftlichen) Informationen (des Netzes) haben und auf diese Weise mehr Qualifikationen erwerben, sich unabhängiger informieren können und auch partizipieren können/werden, da ihnen die Anlage dazu gegeben wurde.

Tatsächlich könnte die Schule diese Entwicklung verhindern, wenn sie statt Lesefrust besser Leselust verursachen würde. Ein Effekt ist durchaus bekannt: Wer sehr viel liest hat eine bessere Rechtschreibung, ganz ohne Teddybär-Kapitäne und Matrosen.

Vielleicht sollten die Lehrkräfte (bei denen es mich immer juckt "Leerkräfte" zu schreiben) erkennen, dass Kinder mental erheblich flexibler, belastbarer und kreativer sind, als sie es ihnen zugestehen. Es ist einfach nicht nötig den Bildungsinhalt in Bröckchen zu brechen, diese noch zu zermahlen, mit Wasser zu verdünnen und löffelchenweise und in homöopathischen Dosen den Kindern einzutrichtern. Kinder sind sehr wohl in der Lage komplexe Probleme zu lösen und auch wirklich hochkomplexe Themen zu bearbeiten.
In Modellversuchen hat man Kinder mit Universitätsprofessoren und -Forschern zusammengebracht, das Ergebnis erstaunte zutiefst: Die Kinder waren durchweg in der Lage den Themen zu folgen und Zusammenhänge zu erkennen oder zu ziehen. Die Konklusionen der Kindern waren inhaltlich teilweise weit über dem Niveau des Durchschnittsstudenten.

Weitere Studien weisen daraufhin, dass Kinder vor dem Eintritt in das Bildungssystem wahre Meister des "lateralen Denkens" sind, eine Fähigkeit, die sukzessiv von den Schulen ausgetrieben wird. So bleibt nur festzustellen, dass viele Lehrer den Kindern so wenig beibringen, weil sie selber eben jene mentale Flexibilität verloren haben, die die Kinder noch überreichlich besitzen.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Rüstungswahnsinn

Das ehemalige Nachrichtenmagazin berichtet über ein Waffengeschäft zwischen der "Grande Nation" und der Pleite-Nation.

Dabei geht es um französische Kriegsfregatten mit Tarnkappentechnik, die die Franzosen an die Griechen liefern ohne dafür eine sofortige Bezahlung zu erwarten. Nun sollte man sich Griechenland mit sogenannten Danaergeschenken eigentlich ja auskennen, schliesslich hat man ja geradezu legendäre Erfahrung damit.

Umsonst ist nur der Tod und der kostet bekanntlich das Leben.

Laut dem SIPRI Rüstungsbericht von 2008 gibt jeder Mensch auf der Welt jährlich 202 US$ pro Jahr für Waffen aus. Um die weltweite Armut und den Hunger zu bekämpfen wären gerade einmal 10% dieser Investition nötig. Wenn man sich die Entwicklung innerhalb der EU anschaut, kann man einen deutlichen Trend ablesen: Statt weniger Geld in Waffen zu stecken und damit die Möglichkeit zu gewinnen in Forschung, Entwicklung, Medizin, Bildung, Armutsbekämpfung etc. investieren, hat die Europäische Verteidigungsagentur ein immer weiter steigendes Budget zur Verfügung.

Griechenland höchstselbst hat ein Militärbudget (gehabt?) welches innerhalb der EU-Länder wohl als recht umfangreich bezeichnet werden kann.

Mir ist es persönlich reichlich egal ob von diesem "Geschenk" Franzosen profitieren oder nicht (niemand verschenkt Rüstungsgüter ohne Gegenleistung zu erwarten/bekommen!), mir ist es erst recht egal das Deutsche Rüstungsfabrikanten sich nun lauthals beschweren, weil sie sich benachteiligt vorkommen... warum überhaupt, wenn doch die Griechen (erstmal) nichts bezahlen müssen?

Oder liegt genau da der Hase im Pfeffer? Die französische Rüstungsindustrie höchstselbst wird ja den Griechen keine Geschenke machen und auch kein zinsloses Darlehen gewähren. Es sieht ja eher so aus, als wenn das jemand (der französische Staat?) da entweder direkt zahlt oder bürgt oder sonst ein verwickeltes Subventionskonstrukt benutzt, damit die Rüstungsindustrie Geld verdient, die armen Jungs aber auch!

Ich kann die gesamte Rüstungsindustrie der einzelnen Nationalstaaten nicht verstehen. Ich will sie nicht verstehen! Innerhalb der EU gibt es keine echten Feinde mehr, wir brauchen keine nationalen Rüstungsausgaben, wir brauchen keine nationalen Armeen. Was die EU braucht, so sie die Söldnerpolitik die sie derzeit betreibt weiter verfolgen will ist eine EU-Interventionstruppe. Das ist billger für alle.

Mit dem übrig geblieben Geld können wir erst die EU und dann die gesamte Welt retten und von dem was dann übrig bleibt bekommt wahrscheinlich jeder Einwohner der EU ein bedingungsloses Grundeinkommen, ohne das es Finanzierungsschwierigkeiten gäbe.

Rüstungsausgaben einzelner Nationalstaaten sollten im Jahr 2011 nicht mehr existieren. Ich will nicht das mein Land einen Krieg führt, ich will nichteinmal das wir überhaupt in der Lage sind einen Krieg zu führen. Wenn die EU die Notwendigkeit sieht eine gewisse Verteidigungsstrategie aufrechtzuerhalten, dann soll das meinetwegen geschehen, aber wir haben kein Recht (Völkerrecht anyone?) uns in die Belange anderer Nationen einzumischen und noch weniger Recht dies mit Geldmitteln zu tun die besser woanders aufgehoben wären um wirklich dringendere Probleme zu lösen und eventuell sogar zukünftige (Verteilungs-) Kriege zu verhindern.

Der Rüstungsindustrie und deren Profiteuren wünsche ich möglichst bald Opfer der eigenen Produkte zu sein.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Angebliche Brandanschläge auf Bahnanlagen - habt ihr alle einen Knall?

Der Berlin Kurier berichtet und hat Bilder.

Liebe Polizei, lieber Generalstaatsanwalt,

sagt mal, wollt ihr uns verarschen?


Die auf den Fotos gezeigten PET-Flaschen sind entweder mit Eistee oder Apfelschorle gefüllt, im schlimmsten Fall haben da welche reingepinkelt, aber das ist in keinem Fall ein Spreng- oder Brandsatz!
Ich will jetzt nicht unbedingt den Experten in dieser Hinsicht geben, allerdings fehlt mir zu einem Brandsatz ein Zündmechanismus und alles andere was so dazugehört, ganz abgesehen von der Tatsache, dass auch beim allerbesten Willen die verdammte Apfelschorle nicht brennt oder explodiert ihr Deppen!


Ich habe keine Ahnung ob den Veranwortlichen die Düse geht wegen dem Staatstrojaner und es sich diesem Manöver um den weltbekannten dreiköpfigen Affen handelt, aber sowas peinliches kann doch nur ein Ritter von der traurigen Gestalt als Anschlagsversuch zu deuten.

Dem Generalstaatsanwalt schlage ich vor, sich das Konzept des untauglichen Versuchs mal anschauen, ich denke da wird er fündig.

Allen Lesern empfehle ich die Fotos anzusehen und sich dann zu empören, das ist ja noch plumper als der aktuelle Terror-Plot aus den USA.

In eigener Sache: Änderungen am Blog - Flattr, AdSense...

In letzter Zeit habe ich an meinem Blog einige signifikante Änderungen vorgenommen, so habe ich Flattr integriert, auch wenn die Einnahmen sich momentan eher im Cent-Bereich bewegen (Zaunpfahl!), ich habe meinen Blog von Posterous wieder zurück zu Blogger umgezogen und ich habe das Design etwas modernisiert und ein mobiles Design hinzugefügt.

Warum dies alles?

Nun ich war lange Zeit mit Posterous doch recht glücklich, alles lief wie ich wollte, es war einfach zu bedienen und lies sich von überall mit Content bestücken, egal wo und an welchem Endgerät ich gerade war. Fotos wurden optimal dargestellt, Galerien automatisch erstellt, Videos konvertiert, PDFs hübsch aufbereitet usw.

Allerdings lässt sich Google +1-Button nicht wirklich gut einbauen, allein mit Grauen erinnere ich mich daran wie ich Flattr eingebaut habe, dann wurde Posterous immer unzuverlässiger und langsamer, alles ich allem wurde ich damit zunehmend unzufrieden, während es so aussieht das Google Blogger zunehmend ins eigene Portfolio zu integrieren gedenkt und die Seitenperformance hier weitaus besser ist, was auch für die Integration von Flattr, den +1-Button und Widgets insgesamt betrifft.

Seitdem ich diesen Blog wiederbelebt habe kommen an durchschnittlichen Tagen ca. 200 Leute hier vorbei, wenn ich viel oder besonders kontrovers blogge vervielfacht sich der Traffic sogar. Das hebt mich zwar nicht in die Katergorie der "Alpha-Blogger" aber dafür das ich mich in meinem Blog durchaus öfter als Wadenbeisser betätige ist das ein nicht ganz unbeträchtliches Ergebnis.

Selbstverständlich blogge ich aus Spass an der Freud' und wenn es viel interessantes zu erzählen gibt, dann nehme ich mir auch gerne mal die Zeit dieses zu tun. Nun wäre es nett wenn dieses Hobby ab und an mal ein paar "mickrige" Euros abwerfen würde... nein das ist kein "muss", aber es wäre schön. Daher habe ich es mal mit AdSense-Werbung hier im Blog versucht und ehrlich gesagt sind sogar ein paar Euros dabei herausgekommen... erstaunlicherweise sogar erheblich mehr als mit Flattr, was mir zu denken gibt:

Einer der grössten "Flattr-Profiteure" und -Verfechter ist sicherlich Tim Pritlove, von dem ja auch die Kernaussage stammt der Flattr-Button würde auch eine Art Danksagung sein, einfach eine Anerkennung, ungeachtet ob die eigene Meinung vertreten würde oder nicht.
Insoweit stimme ich mit seiner Meinung überein und ehrlich gesagt finde ich das die Werbung hier ziemlich bescheiden aussieht... ich würde sie sogar lieber Heute als Morgen rauswerfen, allerdings generiert die Werbung Einnahmen... stetige Einnahmen und mögen sie noch so gering sein, während Flattr ehrlich gesagt hier nicht viel bringt... vielleicht ist mein Publikum nicht zahlreich genug oder nicht solvent genug, oder es kennt schlichtweg kein Schwein Flattr, alles Faktoren die zutreffen könnten.

Ich wette der "egghat" drüben bei http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de/ hat mehr als 200-300 Leser täglich. Er setzt auf Kachingle statt auf Flattr und so wie es aussieht hat er auch nicht wirklich vorzeigbare Einnahmen aus dem Blog.

Die Frage die sich mir stellt ist nun die:

Lohnt es sich wirklich für den 08/15-Blogger auf Werbung zu verzichten? Sind die Leser wirklich bereit über Flattr "Danke" zu sagen und ein paar Cent dazulassen?

Produkttest: GEFRO Sauce Bolognese ganz ohne Fleisch


Ich bin ja sonst nicht unbedingt ein Freund von Tütensuppen, Fertigessen und "Fix-Für..."-Zubreitungen, zum einen weil ich es nicht leiden kann wenn alles mit Natriumglutamat geschmacksverstärkt wird und weil ich zum anderen eher ein Freund der "Handarbeits-Küche" bin.

Ich muss aber auch gestehen das es Tage gibt, wo ich entweder keine Zeit habe grossartig zu kochen, oder, was auch durchaus mal vorkommt, schlichtweg keine Lust habe mich länger an den Herd zu stellen.

Meistens habe ich bereits etwas vorgekocht und servierfertig eingefroren, aber eben nicht immer. Ich bin kein absoluter Dogmatiker was die Küche angeht, deswegen benutze selbst ich ab und an mal Fertigprodukte und heute möchte ich auf eines eingehen, was ich als ziemlich bemerkenswert empfinde:

Die Tomaten-Bolognese Sauce von Gefro.

Gefro ist ein Hersteller von Fertig-/Tütensuppen, Gewürzmischungen usw. Leider werben Sie, wie viele andere auch mit dem Verzicht von Geschmacksverstärkern, benutzen dann aber Hefextrakt, was zwar technisch/juristisch kein Geschmacksverstärker ist, allerdings den exakt gleichen Effekt wie ein Geschmacksverstärker (also Natriumglutamat etc) hat.

Wie wir alle wissen ist eine einigermassen geschmackvolle Sauce Bolognese eine kleine Herausforderung und vor allem nicht in der Zeit zu schaffen, die Nudeln brauchen um "al dente" zu garen.

Mir fiel also vor einiger Zeit eine Probepackung dieser Fertigsauce in die Hände. Die Sauce selber kommt als Pulver daher und wird mit 60g Rohpulver pro 500ml Wasser zusammengerührt und dann erhitzt. Ich habe das Pulver etwas gestreckt auf 60g pro 620ml Wasser, das Ergebnis ist immer noch sehr zufriedenstellend.

Allerdings schmecke ich die Sauce vor dem Servieren noch mit Harissa bzw. Sriracha oder Tabasco noch ein wenig ab um ein wenig mehr Schärfe zu bekommen, wer es etwas mediterraner mag kann ein wenig gehackten Knoblauch hinzufügen.

Die Sauce hat, einmal fertig zubereitet, eine angenehme Konsistenz, einen guten und glaubhaften tomatigen Geschmack und auch die verwendeten Gewürze passen gut in den Gesamtkontext, wer es wie ich ein klein wenig scharf mag muss eben ein wenig nachhelfen, was der Sauce insgesamt aber sehr gut tut.

Die Sauce ist komplett fleischlos, allerdings bemerkt man dies nicht, der Bolognese-Geschmack ist wirklich gut getroffen und auch die "Fleischstückchen", die keine sind, haben eine sehr gefällige Konsistenz.

Fazit: Wer diese Sauce als "Notfallsauce" bevorratet macht bestimmt nichts verkehrt, sicher wäre es ehrlicher dem Kunden gegenüber wenn man den angeblichen Verzicht auf Geschmacksverstärker nicht so in den Vordergrund drängen würde, allerdings fragt man sich ob man eine ähnliche Qualität sowie das gleiche Preis/Leistungsverhältnis erreichen würde, wenn man auf Hefextrakt verzichten müsste.


DISCLAIMER: Dies ist kein "sponsored Post", die Fa. Gefro wurde für die gelieferten Waren ordnungsgemäss bezahlt.

Ranga Yogeshwar in der FAZ zum eBook- eine Replik

Ranga Yogeshwar den ich ansonsten sehr schätze hat sich dazu bequemt der FAZ in Sachen Buchmesse, eBook und Zukunft des Buches ein Interview zu geben. Ich bin mit einigen Aussagen so nicht einverstanden, daher hier meine Replik.

Zitate sind kursiv gehalten.

Grundsätzlich geht Herr Yogeshwar von einer Monopolisierung des Buchmarktes aus, ich hingegen sehe eine Demokratisierung des selben und einer Ausweitung der Möglichkeit zu publizieren.

Mein Interesse ist es, unsere Buchkultur zu erhalten. 
Also ist das Interesse des Ranga Yogeshwar die Verleger als Gatekeeper zu bewahren, damit nicht alles publiziert wird was am Markt angeboten wird und wonach eventuell Nachfrage besteht. Er ist also für die Zementierung des Status Quo wo grosse und immer grössere Verlage und Buchhändler (Thalia anyone?) bestimmen was ge- und verkauft wird und was in die Auslagen kommt sowie welcher Verlag wie gesponsort wird.

 Dazu gehört die enorme Vielfalt.
Ich weiss ja das Herr Yogeshwar ansonsten ja mit beiden Beiden im Jetzt steht, aber hier möchte ich ihn ernsthaft fragen ob er weiss wovon er redet? Kleine Buchhändler die es sich leisten konnten auch mal Spartenverlage anzubieten sterben aus und werden immer mehr von grossen, multinationalen Ketten verdrängt. Übersetzung, Vertrieb, Handel, Verlag und am besten sogar noch Autor: Alles aus einer Hand. Wenn das mal kein Monopol ist. Ich sehe keine Vielfalt, sondern nur das qualvolle Sterben von Verlagen und das schnelle Verschwinden eines spezialisierten Buchhandels zugunsten von Ketten. Oh und das sehe ich nicht nur in Deutschland, sondern auch in meiner Heimat Spanien, wo die Buchhandelskultur noch viel tiefer und stärker verwurzelt ist als in Deutschland. Hier gab/gibt es noch Buchhändler die auch Buchbinderei anbieten etc.


Bei den Inhalten geht es nicht nur um Kommerz.
Natürlich nicht. Ich werde vorschlagen die Mitglieder des Börsenvereins von Steuern und Abgaben befreien zu lassen wegen erwiesener Menschenfreundlichkeit und ihrer selbstlosen Arbeit für die Bildung und Unterhaltung der Menschheit ohne jede Gewinnabsicht.

Was wir momentan erleben, ist eine Verschiebung hin zu wenigen großen Internetverlagen. 
Tatsächlich? Oder verwechselt da der Herr Yogeshwar etwas? Denn die Arbeit eines Verlages ist von dem was Amazon mitunter macht durchaus zu unterscheiden, denn Amazon bietet nur die Abrechnung und die "Auslieferung" an. Und Amazon ist nur eine Möglichkeit, es gibt auch den Selbstverlag, denn im Internet kann jeder alles publizieren, die Art des Auslieferung und Abrechnung kann man auf so unterschiedliche Weise lösen, das ich mir keine Sorgen mache das Amazon sich ein vollständiges Monopol auf eBooks aufbaut.

Das können Sie an den Kinos gut nachvollziehen. Da geht es heute häufig um Cola und Popcorn, die Inhalte richten sich stark am Mainstream aus, alles andere bleibt oft auf der Strecke. Eine solche Entwicklung auf dem Buchmarkt fände ich sehr bedauerlich.
Genau diese Entwicklung kommt aus bestehenden monopolistischen Strukturen, denn Hollywood produziert für den Mainstream um damit Geld zu verdienen und hat damit exakt die selben Interessen wie der traditionelle Buchhandel, denn mit Büchern die nur 1000 Menschen lesen kann ein Verlag kein Geld verdienen... ein Verlag vielleicht nicht, aber ein einzelner Autor! Denn der kann im Selbstverlag publizieren und nur für seine eigenen Leser schreiben. So kann jeder für seine eigene Zielgruppe publizieren und direkt von dieser Zielgruppe leben, was nicht möglich wäre wenn ein Verlag einen Grossteil der Einnahmen schlichtweg absorbieren würde um einen unnötigen Wasserkopf an Verwaltung und Vertrieb zu bezahlen.
Wie viele Werke werden nicht gedruckt, wie viele Gedichte nicht veröffentlicht, wie viele Geschichten nicht erzählt, weil ein Verlag keine Gewinnmöglichkeit für sich sieht. Aber der Autor könnte damit Geld verdienen, wenn er es nur selber veröffentlicht. Er kann sich über Paypal (ein Beispiel!) bezahlen lassen, er kann sich über Flattr oder Kachingle Beiträge spenden lassen... es gibt viele Möglichkeiten Publikationen zu Monetarisieren, solange die Zielgruppe den Content findet. Amazon bietet dazu eine Lösung, Google wird einen ähnlichen Weg einschlagen, es wird eBook-Verlage geben die sich darum kümmern. Ich möchte an http://www.beam-ebooks.de/ erinnern, die genau dies tun.

Wir unterschätzen das Tempo technischer Entwicklungen. 
Vollkommen korrekt. Das eBook wird kommen und die deutsche Verlagswirtschaft wird noch schlimmer davon betroffen werden als die Musikindustrie. Meine Hoffnung ist das sie komplett annihliert wird wegen ihrer Borniertheit und Fortschrittsfeindlichkeit! Seit Jahren versuche ich immer wieder eBooks zu kaufen aber entweder gibt es die Publikation nicht als eBook und wenn, dann werde ich mit DRM gegängelt und soll zudem fast genausoviel (oder sogar mehr!) zahlen als für die Totholzausgabe. Leute das was ihr hört sind die Totenglocken... und ich werde solange stolz Titel raubmordkopieren die ihr mir nicht zur Verfügung stellt bis ihr es endlich schafft vernünftige Preise zu machen und auf DRM-Gängelung verzichtet.

Auch ich liebe Bücher aus Papier, doch die elektronischen werden sich durchsetzen. Mir fällt da die Parallele ein: Ich liebe Pferde, doch ich fahre Auto!
Die Parallele geht noch weiter als Ranga Yogeshwar denkt, ginge es nach den Verlegern würde das Auto verboten werden und Autofahren unter Strafe gestellt werden, während gleichzeitig ein Leistungsschutzrecht auf Pferdekutschen eingeführt würde die alle dazu verdonndert für die Produktion von Pferdeäpfeln zu bezahlen. Genau das ist es nämlich: Wir sollen für Scheisse auch noch Geld bezahlen!

Aber heute versuchen amerikanische Technologiekonzerne wie Amazon, Google, Facebook und Apple, selbst zu Verlegern zu werden, indem sie etwa direkt von den Autoren Rechte erwerben.
Sie machen einen Mediator überflüssig, der in Zeiten von Internet nunmal unnötig und teuer ist. Damit werden aber weder Google noch Amazon oder gar Facebook zu Verlegern. Sie stellen einen Distributionsweg zur Verfügung, der muss aber nicht exklusiv sein und selbst wenn, sehe ich darin nicht schlimmes, solange alles publiziert werden und alles erworben werden kann, was genau der Politik der o.g. entspricht. Sollten die "neuen Verleger" zu sehr in den Content eingreifen werden sie ihn verlieren und sich der Content anderweitig verfügbar machen, solange es Nachfrage gibt. Das Netz funktioniert mit solchen Redundanzen und es lässt sich so leicht nicht zensieren. Während es in Deutschland recht schwierig ist an eine Printausgabe von "Mein Kampf" zu kommen, ist es als eBook innerhalb von Sekunden zu bekommen. Sicherlich ist es nicht das Beste aller Beispiele, aber es belegt durchaus das Publikationen die von einer Mehrheit nicht gewünscht werden (Mainstream) trotzdem erhältlich sind.

Verlage mit ihren kritischen Lektoren und Redakteuren oder kleine Buchhändler vor Ort werden in dieser Welt überflüssig.
Das ist das Hauptaugenmerkt des Netzes: Gatekeeper werden überflüssig, eine neue Art der Transparenz setzt sich durch.
Deswegen ist auch die Piratenpartei der Hauptfeind Nr.1 der Verleger und der Presse, den beide sind Gatekeeper. Wird aber der Gatekeeper durch Transparenz unnötig und überflüssig, dann wird er nicht überleben können. Gleiches gilt für Content: War bisher das Medium (TV, Rundfunk, Buch) ein Broadcastmedium in der Gatekeeper bestimmten was zum Broadcasten zugelassen wurde, ist es nun dank des Internet genau anders, denn als klassisches Peer-to-Peer-Medium erlaubt das Internet grundsätzlich jedem Teilnehmer auch zu produzieren und zu vertreiben, so verdrängen spezialisierte Podcasts Radiosendungen die nur noch kommerziell sind und keinen werthaltigen Content mehr liefern, Youtube-Stars und Webcasts werden Soaps und Serien vertreiben. Vor allem im Comedybereich und bei Sketchen ist das Internet (Youtube, Vimeo) jetzt schon erfolgreicher als das TV. Es ist zu erwarten das genau das Gleich auch bei Serien, Filmen und Soaps geschieht. Damit werden TV-Sender als Gatekeeper obsolet, ein Schicksal welches den Verlegern genauso droht.

 Im Musikmarkt haben wir das schon erlebt. Schauen Sie sich doch mal an, was aus den einstmals großen Musikverlagen geworden ist. 
Ja, die Musikverlage haben "ordentlich auf die Fresse bekommen", aber sie leben. Noch. Der Status Quo wird aber nicht von Dauer sein, denn immer mehr Künstler, also Autoren, begreifen das sie mitunter besser ohne die Musikindustrie leben können. Musik und Kunst leben von neuen Ideen, von Impulsen von Experimenten, allerdings wird dieses Verhalten von der Musikindustrie bestraft, was dazu führt das seit Jahren der Mainstream herrscht (hint, hint, Herr Yogeshwar!) während die wirklich kreativen nach neuen Ufern und neuen Distributionswegen suchen.

Damit sind sie nicht gezwungen, künftig die Standards der Konzerne zu übernehmen. Außerdem findet der Kunde auf Epedio immer wieder direkt zum Verlag zurück, kommt vielleicht sogar mit dem stationären Händler um die Ecke in Kontakt. So wird die Vielfalt im Netz erhalten.
Ja genau, wozu etablierte Standards benutzen, wir versuchen einfach einen neuen durchzudrücken, auch wenn es keinen interessiert. Wie war das noch mit der grossartigen Plattform Libri.de? Die war ja sogar den Teilnehmenden derart suspekt das man die Benutzung durch potentielle Kunden schlichtweg durch miserable Usability unterbunden hat. Ich sehe schon genau vor mir, wie Epedio die Verleger retten wird... nur wird kein einziger Kunde sie ja dorthin verirren, statt dessen werden sie Bücher im Android-Market, bei Apple und bei Amazon kaufen, die sie auf Android-Tablets, Kindels und iPads lesen können und im Optimalfall (PDF, ePub) frei auf jedes andere Endgerät portieren können.

Epedio wird also ein weiterer Meilen/Grabstein der Verlage werden. Es wird viel Geld kosten und sie niemals amotisieren, geschweige denn von Usern angenommen werden. Macht doch einfach die gesamte deutschsprachige Literatur komplett im Netz verfügbar, in einem HTML5-Webshop, zu bezahlbaren Preisen und in verschiedenen DRM-freien Formaten und schon rennen euch die Kunden die Bude ein! Macht ihr das Heute noch, so werdet ihr noch lange leben und sogar Geld einnehmen, macht ihr es aber zu spät und zu dilettantisch, werden alle über euch lachen und ihr geht unter. Ach was soll's, ihr Verleger geht doch sowieso zum Teufel. 


Nachtrag: Selbstverständlich habe ich versucht die Replik auch als "Leserkommentar" der bei faz.net zu hinterlegen. Der Kommentar wurde kommentarlos gelöscht und statt dessen die Kommentarfunktion zu diesem Artikel inzwischen abgeschaltet. Screenshot folgt:




Nachtrag 2 vom 18.10.2011: Amazon hat bekanntgegeben nun auch ins Verlagsgeschäft einsteigen zu wollen, also ganz konkret auch Bücher unter dem Dach und Markennamen von Amazon zu verlegen. Wie man so liest sollen die Konditionen für die Autoren wohl branchenunüblich gut sein. In diesem Zusammenhang möchte ich der Buchbranche noch einen alten chinesischen Fluch mit auf den Weg geben: 


"Möget Ihr in interessanten Zeiten leben!"

Tip of the day

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Ubuntu Oneiric Ocelot - Nie wieder Ubuntu

Ubuntu Oneiric Ocelot wird heute veröffentlicht. Werde ich es mir installieren? 


Nichtmal in 1000 Jahren! Ubuntu ist für mich sowas von gestorben! Jahrelang war ich dieser speziellen Distribution treu, basierte sie grössenteils doch auf Debian, war aber nie so fundamentalistisch gestrickt, brachte alles mit was ich wollte und hatte eine gut funktionierende Paketverwaltung.

Als Unity noch als Netbook-Remix-Nachfolger gehandelt wurde sah ich die Entwicklung schon mit Unbehagen, sagte mir Unity nicht zu auf meinem Netbook... aber man war ja nicht gewungen Unity zu nutzen.

Doch wie bei allen Produkten wo einer alleine die Marschroute angibt, weil er/sie/es "Visionen" hat (Ubuntu, Apple) entwickelt sich eine Fanboy-Kultur die viel Eyecandy und klickibunti mitbringt (Apple, Ubuntu) aber tatsächlich nicht wirklich benutzbar ist (ich spare mir den Seitenhieb, ihr wisst schon...).

Mit dem Sonderweg Unity hat Ubuntu sehr viele User verprellt. Nicht nur ich, auch +Sascha Kraeling und viele andere die ehemals echte Ubuntu-Verfechter waren haben dieser Distribution den Rücken gekehrt.
Dabei sollte nicht vergessen werden, auf wie vielen Rechnern wir Ubuntu so installieren, wie viele User von uns Ubuntu-Installationen bekamen, weil es genau die Bedüfnisse der User befriedigte ohne zu kompliziert oder zu unsicher (Viren, Trojaner, Sicherheitslücken) zu sein.

Ubuntu war immer ein guter Kompromiss. Man konnte DAUs daransetzen genauso wie Linux-Cracks... auch wenn es nicht für alle immer optimal war, es ließ sich aber dennoch damit gut arbeiten.

Unity ist ein Sonderweg in jeder Hinsicht, so wie Yast bei SuSE einer war. Damit wendet sich Ubuntu aber auch sowohl von vielen Usern als auch Entwicklern ab, die diesen Sonderweg nicht gehen wollen.

Warum Unity?
Den Trend zu Oberflächen wie Unity hat sicher Apple gesetzt. Mit iOS und der App-Isierung der Betriebssysteme bis hin zum aktuellen MacOS hat Apple eine Welle losgetreten, die auf die Windows-Welt übergegriffen hat. Alles soll möglichst "einfach" sein, es fragt sich nur für wen dieses "einfach" gilt und unter welchen Umständen.



Oneiric Ocelot im Test
Oneiric Ocelot im Test
von Jürgen Donauer Canonical hat die Linux-Distribution Ubuntu 11.10 mit vielen Neuheiten ausgestattet. ... Standard-Mailer ist jetzt Thunderbird, das Software Center wurde verbessert und von Ubuntu ...
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Mittwoch, 12. Oktober 2011

Digitask, der Staatstrojaner und die Inkompetenz der vielen

Ich möchte mal von der bewiesenen Inkompetenz von Digitask weg und auf die noch weitaus besser belegten Inkompetenz der staatlichen Stellen hinweisen:
Die eine oder andere Behörde versichert der von Ihnen benutzte "Trojaner" würde defintiv nur die QuellenTKÜ können.
Lassen wir diese Behauptung mal unkommentiert stehen.
Weiterhin heisst es, die Software würde für jeden Einsatz jeweils individuell zusammengestellt.
Lassen wir auch diese Behauptung unkommentiert stehen und wenden uns einer Tatsache zu, die meiner Meinung nicht genug beachtet worden ist:
Zu einem "Trojaner" oder "remote forensic software" gibt es immer zwei Teile! Wir kennen den eigentichen Trojaner, der ja dem CCC in verschiedenen Versionen zugespielt wurde, die sich alle erschreckend gleichen.
Allerdings wissen wir nicht, wie das Frontend auf Behördenseite aussieht!
Und genau dort möchte ich mal ansetzen. Wir wissen das der Geschäftsführer von Digitask nicht unbedingt jemand ist, dem man eine weisse Weste bescheinigen möchte.
Wir wissen weiterhin das in den Behörden die schlimmsten Internetausdrucker seit Menschengedenken arbeiten.
Was nun, wenn die "personalisierte Trojanerlösung" nur aus einem angepassten Frontend besteht?
Was wenn die Firma Digitask einfach mal einen, zugegebenermassen dilettantischen, Trojaner gebaut hat und den immer und immer wieder neu "verkauft", und dabei nur das Aussehen des Frontends ändert um eine andere und jeweils persönlich bestellte Funktionalität vorzutäuschen?
Was wenn Digitask einfach alten Wein in neuen Schläuchen verkauft?!
Der Einsatz einer solchen Software ist eines demokratischen Rechtsstaates grundsätzlich unwürdig und ich halte es mit dem CCC der meinte ein moralisch integrer Hacker würde eine solche Software niemals zusammenstoppeln, aber wir vergessen bei der Debatte ganz den Fabrikanten der Software und die Hintermänner (Deloitte).
Als es darum ging ob wir es dem Staat zutrauen uns alle jenseits des Rechtsrahmens bespitzeln zu wollen waren wir uns alle sicher das es so ist. Nun geht es darum ob unser Staat und seine Organe dämlich genug sind um sich von Schlitzohren wie denen von Digitask auf's Kreuz legen zu lassen. Ich glaube diese Vorstellung ist genauso plausibel wie die erstere.
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