Samstag, 26. November 2011

Die Supernanny schmeisst hin - Anfall von Selbsterkenntnis?


Katharina "Katja" Saalfrank auch bekannt bekannt als RTLs Supernanny hat laut SPON "genug vom Boulevardkurs" des Senders, fühlt sich in ihrer pädagogischen Arbeit beschnitten und beeinflusst Zugunsten der Quote und damit auch des Geldes.

"In meine Arbeit als Fachkraft in diesem Format wurde extrem...und teilweise sogar gegen pädagogische Interessen eingegriffen" wird Frau Saalfrank von SPON zitiert.

Wir rekapitulieren:

Die Supernanny wird, so die Wikipedia seit dem 19. September 2004 auf RTL ausgestrahlt und kommt so IMDB auf 46 Folgen und jetztplötzlich und schlagartig möchte Frau Saalfrank festgestellt haben das RTL einen alles anderen als pädagogischen Fokus hat bei diesem Format? Sollen wir das wirklich glauben.

Ich bin jetzt nicht unbedingt ein investigativer Blogger, aber eine einminütige Google-Suche brachte bereits interessantes an den Tag:

http://fernsehkritik.tv/folge-77/Start/#jump:1-46
http://www.tiefo.de/t16374/supernanny-vergiftet-hund
Fernsehkritik-TV "Ich bin ein Opfer der Super-Nanny"
http://www.zeitverlag.de/pressemitteilungen/zeit-redaktion/rtl%E2%80%93super-nanny-katharina-saalfrank-fernsehkritik-wird-rausgeschnitten/
http://konsumpf.de/?p=13180


Das Bild vervollständigt wenn man selber einmal die Supernanny und Kritik an ihr ergoogelt und feststellt das gerade in letzter Zeit vermehrt (fundierte, belegbare und konkrete) Kritik an ihrer Person und dem Format stattfindet.
Ist es nicht eher so, das die Supernanny ihren Nimbus verloren hat? Ist das für RTL als Sender positiv besetzte Image der Supernannybedroht?

Immer wieder stösst man auf Hinweise das Frau Saalfrank sich auch bei den zu betreuenden Familien nicht gerade zimperlich verhielt, wenn es um die notwendige Dramatisierung ging... ist eventuell doch mehr darüber nach Aussen gedrungen und wartet auf die Veröffentlichung?

Oder, so mag man fantasieren, gibt es jemanden der droht als Whistleblower tätig zu werden und Schnittmaterial zu veröffentlichen so wie es dem TV-Engel Vera Int-Veen passiert ist?

Das sei dahingestellt. Fakt ist allerdings, dass Frau Saalfrank die Konzeption der Sendung, das Zielpublikum und die mediale Präsentation des Formats nach 46 Folgen und etlichen Wiederholungen sowie Zweit- und Drittverwertungen der Aufnahmen bekannt gewesen sein müsste.

Wie kann es also sein, dass die Erkenntnis das RTL der Erziehungsauftrag eher nebensächlich ist und allzugerne auf dem Altar der Quote geopfert werden muss bei Frau Saalfrank erst 7 Jahre nach Start der Sendung reift? Nicht zuletzt ist Frau Saalfrank über die Jahre medial auch immer wieder mit dem Image des Formats konfrontiert worden, es gab immer mal wieder grössere und kleine Skandale und Buh-Rufe.

Ist Frau Saalfrank genauso erschreckend unwissend und dämlich wie ihre Opfer oder handelt sie nun aus reinem Kalkül? Eine Betrachtung ihrer medialen Selbstdarstellung in den letzten 7 Jahren zeigt das Bild einer Frau vom Typus "von der Leyen" die mit dem Kopf durch die Wand geht für ihre Show, ungeachtet der Opfer und Kollateralschäden.

Die Supernanny gibt auf, das könnte zunächst Hoffnungen wecken, dass die TV-Landschaft ein wenig besser wird, leider bin ich der Überzeugung das RTL es mit Sicherheit gelingen wird auch dieses Ereignis zum Anlass zu nehmen einen neuen Tiefpunkt der TV-Formate neu zu erfinden und Schmerzgrenzen neu zu definieren.

Montag, 14. November 2011

In eigener Sache: Werbung, Marketing und bezahlte Blogeinträge

Ich bekomme in letzter Zeit häufiger das Angebot gegen Bezahlung bestimmte Blogeinträge zu tätigen, Blogs oder Webseiten zu verlinken oder in meine Blogroll aufzunehmen.

Nur um dies ein für alle Mal klarzustellen: 
Dies ist mein Blog, hier schreibe ich was ich will und in dem Tenor den ich will.
Wer möchte, dass ich einen Artikel, ein Gadget oder einen Service reviewe, der kann mir gerne ein Probeexemplar zur Verfügung stellen (gerne auch dauerhaft überlassen) und ich werde ein rein subjektives Review schreiben, veröffentlichen und mit dem Hinweis versehen woher das Produkt stammt und wie ich da rangekommen bin.

Ich bin nicht käuflich, aber durchaus zu mieten: Je nach Komplexität der Aufgabe bin ich gerne bereit auf Honorarbasis zu schreiben... allerdings ausserhalb meines Blogs, welches meine alleinige Spielwiese ist.

Ich bitte also die ganzen selbsternannten SEO-Experten ihre und meine Zeit nicht zu verschwenden: Für euch Spammer-Schwachmaten gibt es hier nichts zu holen, bitte weitergehen.


Sonntag, 13. November 2011

Rant: Netzpolitik.org und die fremdsprachigen Fettnäpfchen - Fremdsprachenkompetenz vorhanden?

Ich kann durchaus verstehen, dass Blogger mal nicht besonders sorgfältig arbeiten, mal nicht korrekt recherchieren, falsch zitieren, etwas falsch verstehen oder schlicht eine Menge Rechtschreibfehler verbrechen. "Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein" heisst es, ich bin alles andere als frei von Sünde, tippe ich meine Blogposts doch oft am Smartphone oder Tablet ohne viel Nachdenken und mit noch weniger Einsatz was das Korrekturlesen angeht.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten und mitunter ist Interpunktion schlichtweg Glückssache.

Allerdings lege ich auf etwas Wert: Auf Sprachkompetenz.

Nun gibt es da ein Blog, das "Sturmgeschütz der Digitalen Gesellschaft" wie ich es gerne nennen möchte, nicht ohne einen zynischen Unterton. Gemeint ist Netzpolitik.org

Dort erschien am 12.11.2011 ein Blogeintrag über "Kartographierung: Wer schreibt wo in die Wikipedia?"






Wie sich schnell herausstellte hatte der Autor aus Mangel an Kaffee den Sinn und Zweck der Visualisierung komplett missverstanden. Nun das kann ja mal passieren, allerdings drängt sich das angegebene Missverständnis nun wirklich nicht auf... eigentlich ist es sogar ein wenig abwegig... oder war es kein klassisches Missverständis aufgrund fehlender Wach(sam)keit sondern ein Fall von fehlender (Fremd-)Sprachkompetenz?


Dann fand ich, vom gleichen Autor und am selben Tag, noch einen Blogeintrag: 

Wie das US-Justizministerium legal meinen Twitter-Account hackte


Hier findet sich eine sehr dürftige Eigenleistung des Autors zu einem Snippet der aus der Onlineausgabe des Guardian stammt. Tatsächlich behandelt der verlinkte Artikel den in der Überschrift genannten Themenbereich. Achja, die Überschrift stammt auch aus dem Guardian, nur eben auf English... guttenbergen und hegemannen wird wohl gesellschaftsfähig?

Der Ausschnitt (engl. snippet) hat allerdings überhaupt nichts mit dem Themenbereich Twitter, Accountdiebstahl durch Regierung usw. zu tun. Hier geht es darum, dass Unternehmen wie Facebook und Google die Bürgerrechte (civil rights) nicht achten (müssen) und das wir nur Zielscheiben für gezielte Werbung und Produktplazierungen seien.

Sicherlich auch ein wichtiger Themenaspekt, hat aber ganz und gar nichts mit dem zu tun, was in der geklauten Überschrift propagiert wird.

Das sind, zumindest für mich, seltsame Häufungen von Fehlberichterstattung eines selbsternannten Qualitätsblogs, betrieben von der selbsternannten Alphablogger-Elite, die ja ach-soviel-besser-als-die-Holzmedien sein wollen. Für mich sieht das nach mangelnder Fremdsprachenkompetenz eines ganz bestimmten Autors aus, auch wenn dieser jetzt mit Kaffemangel und Zerstreutheit argumentieren mag, so ist es zumindest sehr auffällig wie solche, eklatanten, Fehler im Zusammenhang mit einer bestimmten Fremdsprache auftreten.

Ist das die Qualitätsoffensive der digitalen Gesellschaft? Muss ich mir so fundierte, recherchierte Berichterstattung vorstellen von der man ja weiss, dass die "Holzmedien" sie nicht mehr hinbekommen?

Freitag, 11. November 2011

Durchbruch bei FTL-Antrieb

Die vom CERN können mit dem LHC beweisen was sie wollen, ich mache mir eher Sorgen um den SWC - Small Wauwi Collider.

Man nehme Charly und Mercy, füge potentielles Leckerli hinzu und beobachte Phänomene wie spontane Materieverflüchtigung, Hundeteleportation und die Verwandlung von Materie in ganz und gar unedle Gase.

Ich muss nur noch eine Methode finden die beim SWC entstehende Kraft zu vektorieren und schon hat die Menscheit den ersten funktionierenden FTL-Antrieb... nur muss das "Abgasproblem" noch gelöst werden. ;)

Posted via email from rafaelwv's posterous

Dienstag, 1. November 2011

Der griechische Weg, die Griechenland-Frage oder worum zum Teufel geht es überhaupt?


Ist ja alles gut und schön und rein stimmungsmässig gebe ich Schirrmacher sogar Recht (dass ich soetwas mal schreibe hätte ich wohl nicht mehr erwartet!), allerdings gibt es da eine Kleinigkeit die mich stört... und es wundert mich verdammt nochmal dass es keinen anderen stört!!!

Sagt mal liebe Eurokraten, Politiker, Märkte, Analysten, Rating-Agenturen und sonstige Zu-Wort-Melder bei dem Thema... könnt ihr mir mal verraten, weshalb ihr alle so lautstark in Panik verfallt? Könnt ihr mir, im Zuge der Beantwortung meiner ersten Frage dann auch gleich noch erklären worüber die Griechen da abstimmen wollen/sollen?

Denn noch steht das gar nicht fest und es gäbe viel worüber es sich abzustimmen lohnte:

- Den Verbleib im Euro
- Den Staatsbankrott
- Die Rettungsmassnahmen (die laufen doch schon ohnehin, wieso noch abstimmen?)
- Die Austeritätsmassnahmen
- Das Wetter
- Angela Merkels Frisur
- Ob man Europa den Krieg erklärt
- usw. usf.


Man sieht: Themen gäbe es genug, so man sie denn zur Abstimmung stellt. Das ist aber noch nicht passiert!

Demzufolge erleben wir eine Panik ohne Grund. Nicht die erste denn die gesamten Finanzmarktpaniken der letzten Jahre hatten keinen Grund!

Denn, so meine These, es wäre überhaupt nichts passiert wenn man alle involvierten Banken, Versicherungen und Fonds hätte Pleite gehen lassen. Ok, wir hätten heute ein paar Multimilliärdäre weniger und es hätte vereinzelte, sektorbezogene Minikrisen begeben die man vergleichsweise schnell und schmerzlos in den Griff bekommen hätte.

Ja klar, Opel wäre tot (kein Verlust) und es hätte auch ein paar andere Firmen mitgerissen... so what? Pleitekandidaten "künstlich zu nähren" obwohl sie nicht wettbewerbstauglich sind ist unsinnig. Das gilt besonders für Banken, die irgendwann mal Autos gebaut haben (VW, Porsche, General Motors, usw) oder Banken die mal Medizintechnik, Steuertechnik, Grossanlagen etc. gebaut haben (Siemens) usw.

Also nochmal die Frage: Warum diese unpassende Panik jetzt nochmal?
Der griechische Weg: Demokratie ist Ramsch - Aktuell - FAZ
01.Nov.2011...Wer das Volk fragt, wird zur Bedrohung Europas. Das ist die Botschaft der Märkte und seit vierundzwanzig Stunden auch der Politik....jetzt lesen
Beitrag von Rafael Eduardo Wefers Verástegui anzeigen oder kommentieren »
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