Montag, 21. Juli 2014

VPN: Provider und App-Test - Privateinternetaccess.com

Es kann immer mal wieder angebracht sein den eigenen Internet-Traffic über ein VPN zu leiten.
Was ein VPN ist und wie VPN funktioniert lasse ich an der Stelle mal die Wikipedia erklären.

Sinnvoll ist VPN vor allem, wenn man sich in einem offenen WLAN (Hotspot) befindet, wenn man aufgrund von Geoblocking bestimmte Dienste oder Webseiten nicht nutzen kann (Hulu, Netflix, Ländersperren in Youtube, etc), wenn der eigene Provider  bestimmte Dienste blockiert (VoIP im Mobilfunk zum Beispiel) oder wenn man ein wenig Anonymität beim Browsen benötigt.

Heute im Test:


Server in 10 Ländern: USA, Canada, UK, Schweiz, Niederlande, Schweden, Frankreich, Deutschland, Rumänien, Hong Kong.


Protokolle: L2TP, PPTP, OpenVPN

Getestet mit: Android 4.2, Android 4.4.2, Android 4.1, Android 4.4.4 und ElementaryOS Luna (auf Ubuntu basierend).

Kosten: $39,95 im Jahr, man kann zeitgleich 5 Clients betreiben, Traffic ist unbegrenzt, einige Server unterstützen Portforwarding für eingehenden Traffic. Alternativ: $6,95 im Monat.
Das Halbjahresangebot ist Schwachsinn denn $35,95 ist preislich kein fühlbarer Unterschied zu $39,95.

Anmeldung klappt sofort, einrichten am PC per PPTP bzw. L2TP ist kein Problem. Wer seinen Traffic nicht nur tunneln sondern auch verschlüsseln möchte mus OpenVPN einsetzen. Auch dies ist bei allen Ubuntu-basierten Distributionen einfach einzurichten, die Webseite des Anbieters bietet Tutorials für alle gängige Betriebssysteme (und einige Router!) an.

Auch auf den Android Smartphones/Tablets liess sich die Verbindung per PPTP problemlos einrichten. Wer hier OpenVPN nutzen möchte kann dies mithilfe der OpenVPN-App tun, oder die eigene App von Privateinternetaccess nutzen, die erheblich komfortabler ist und es erlaubt manuell/automatisch einen Serverwechsel durchzuführen.

Die App lässt sich auch so einstellen, dass nach einem Reboot bzw. beim Starten der App der VPN Tunner automatisch aufbaut. Dies funktioniert nur teilweise, denn alle gestesten Android-Versionen fragten nach, ob der App auch wirklich vertraut wird. Die Anwort lässt sich nicht per Default speichern, also muss nach jedem Reboot zumindest bestätigt werden, dass man der App noch vertraut.

Die App ist nüchtern gehalten aber recht selbsterklärend,  es kam zu keinem Absturz der App, es konnten keine gravierenden Bugs festgestellt werden.

Der VPN-Dienst selber ist performant, sowohl Latenz als Geschwindigkeit (Up-/Downlink) sind hervorragend und eignen sich auch für Echtzeitprotokolle (Video, Audio, VoIP).

Der Anbieter hat auf seiner Seite einen Support-Chat, die Mitarbeiter sind freundlich, gut informiert und hilfsbereit.

Datenschutz/Anonymität:

Der Anbieter sitzt in den USA, daher ist zunächst immer Vorsicht geboten wenn man mit hochriskanten Informationen umgeht (dann sollte man US-Firmen wohl eher meiden). Allerdings werden keine Verbindungsdaten gespeichert. Für "Otto-Normal-Verbraucher" der geoblocking umgehen möchte und sicherer in Hotspots unterwegs sein möchte ist Privateinternetaccess durchaus eine denkbare Alternative.

Ich hab's getestet:

Funktioniert. 
Ja, so kurz und knapp kann man es schreiben. der Dienst läuft auf 3 Android Geräten und 1 Notebook. Demnächst wird ein Router dazukommen.
Die Einrichtung der App kann von wirklich jedem vorgenommen werden, die Anleitungen sind gut und sehr einfach gehalten, wer doch nicht weiterkommt kann sich schnelle und kompetente Hilfe per Support-Chat oder Ticket holen.
Für Windows gibt es wohl eine eigene Software, Linux und Mac-User können sich auf die guten Tutorials verlassen.

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