Sonntag, 26. Juli 2009

Der grüne Gutmenschentraum

Matthias Güldner von der überflüssigen Gutmenschenpartei der Grünen schreibt in seinem Blog und in der Welt über die "unerträgliche Leichtigkeit des Internet".

Regeln gelten überall, auch im weltweiten Netz. Die ignorante Argumentation gegen Internetsperren kommt von Menschen, die es sich in virtuellen Räumen bequem gemacht haben und übersieht die Opfer in der realen Welt.
Ich darf Herrn Güldner an die Leute von MOGIS erinnern? Na, klingelt da was???

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist ein ebenso grausames wie zeitloses Phänomen.
Stimmt, und besonders die Partei der Grünen hat damit doch eine Menge Erfahrung? Gab es da nicht in frühen Jahren eine ganze Reihe von Grünen, die den Missbrauch von Kindern gar nicht als strafbare Handlung sahen? Ganz abgesehen von Cohn-Bendit, der seine sexuellen Präferenzen in eigenen Publikationen beschrieben hat und als völlig natürlich empfand.

Ist es nicht gerade die selbsternannte Alternative/Linke/Grüne-Bewegung, die im Zusammenhang mit sexueller Revolution und sexueller Selbstbestimmung zur Sexualisierung der Kinder beigetragen hat? Sind es nicht gerade die 68er und deren Erben die eine Mitschuld tragen?

Die Kinderschänderbewegung war bei den Grünen sehr stark ausgeprägt, wo sind diese Leute ideologisch denn heute?

Die Auseinandersetzung um die Internetsperren dreht sich im Kern aber gar nicht um die – bisher konsensuale - Bekämpfung der Kinderpornographie.
Der Mann kann lesen?! Oder...
Sicher geht es "uns" nicht um KiPo. Sperren bringt nichts, was im Übrigen bewiesen ist. Löschen finden "wir" alle ok, wir fordern dies sogar.
ABER...
Sperren ermöglicht heute die "Sperrung" von KiPo, morgen von Islamisten, übermorgen von "schwulen Seiten" und nächste Woche? Was dann???

Es geht vielmehr knall hart um Definitionsmacht in Zeiten der Virtualisierung der Welt.
Verzeihung, er kann doch nicht lesen! Mein Fehler.
Aber da haben wir es mal wieder, der alte Streit um die Deutungshoheit. Selbstverständlich hat die Deutungshoheit immer der Gutmensch, will sagen der Links-Grüne. Wer schliesslich diese Deutungshoheit anzweifelt, wird bekämpft, diffamiert und mit unsachlichen Argumenten in eine Ecke gedrängt, nicht wahr, Herr Güldner? Sie machen es ja vor...

Ihre Anhänger kämpfen mit hoch effektiven Mitteln für die Rechtsfreiheit ihres Raumes. Wer sich in ihre Scheinwelt einmischen will, wird mit Massenpetitionen per Mausklick weggebissen.
Sie irren.
1. Die Petition war kein "Mausklick"! Da haben Menschen mit vollem Namen unterschrieben (einige eben deshalb nicht!) um Ihre demokratische Meinung zum Ausdruck zu bringen. Das in Ihrem (linken) Wertesystem demokratischer Meinungsausdruck nicht zur Geltung kommt, ist historisch belegbar.

Die Tatsache, dass diese Community viel Zeit in virtuellen Räumen verbringt, spielt dabei eine große Rolle.
Ist Ihnen Rabulistik ein Begriff? Nein? Dann lassen Sie sich doch werbewirksam an ein AKW ketten uns sein Sie ruhig.

Wer Ego-Shooter für Unterhaltung, Facebook für reales Leben, wer Twitter für reale Politik hält, scheint davon auszugehen, dass Gewalt keine Opfer in der Realwelt fordert.
Menschen wie Sie Herr Güldner sind Schuld an den Opfern. Fragen Sie die Opfer, ob sie sperren oder löschen sollen! Hören Sie mal nicht auf den kleinen "grünen" Mann im Ohr sondern auf das Volk, auf die Betroffenen, wobei: das wird Ihnen kaum gelingen, da "zuhören" keine Fähigkeit ist, die Politiker heute mitbringen.

Anders kann die ignorante Argumentation gegen die Internetsperren gar nicht erklärt werden.
Übelste Diffamierung! Um Argumente zu hören (und zu verstehen) muss man diskussionsfähig sein. Waren Sie das? Haben Sie Argumente gehört? Haben Sie diese verstanden? Bringen Sie die technischen und intellektuellen Anforderungen mit um darüber diskutieren zu können? Ich wage dies zu bezweifeln, zumal sie sich als lernresistent erweisen und jede Mühe auf sich nehmen, dies an den Tag zu legen.

Gesetze abschaffen, wenn sie nicht eingehalten werden?
Ja!
Dies ist im übrigen die Aufgabe und der Sinn eines Rechtsstaates: Gesetze auf Aktualität, Wirksamkeit und Notwenigkeit zu prüfen und eventuell einzugreifen. Was war denn mit Paragraf 218? Oder der Kuppelei? Dem Verbot homosexueller Handlungen? Na, war da was? Aber Ihnen ist Rechtsstaatlichkeit wie Sie selber sagen gleichgültig, die Deutungshoheit haben Sie als selbsternannter Sittenwächter. Haben Sie darüber nachgedacht Ihren Wirkungskreis in den Iran zu verlegen? Ich halte Ihre Aussagen DORT für zeitgemässer.

Da ist zum Beispiel das Argument, die Sperren könnten umgangen werden. Da haben sich einige wohl das Hirn herausgetwittert.
Und schon wieder diffamieren und disqualifizieren Sie. Das sind Mittel die eines demokratischen Politikers nicht würdig sind. Aber Propaganda steht Ihnen gut zu Gesicht.

Aber in Skandinavien wurden schon positive Erfahrungen mit vergleichbaren Gesetzen gemacht.
Zahlen? Fakten? Belege? Wozu???

Die Glorifizierung des Internet wird vergehen. Der politische Makel, mehr auf den Trend gesetzt zu haben als auf die Bekämpfung realer Menschenrechtsverletzungen, würde dagegen lange haften bleiben.
Sie irren schon wieder. Und diesen Irrtum werden Sie, die Regierungsparteien und einige andere noch bitter bereuen. Sie werden Sich tatsächlich wünschen wir alle wären politikverdrossen geblieben. Allerdings haben Sie und Ihre Kollegen die Büchse der Pandora geöffnet und nun müssen Sie sehen wie Sie auf Dauer politisch überleben.

Deutsche Politik ist bis heute beherrscht durch Lobbyismus, Bestechlichkeit, Korruption, Machterhalt und Intransparenz. Durch die Mobilisierung die nun vonstatten geht, wird sich dies ändern. Sicher nicht heute, aber ganz sicher... MORGEN.
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